Neubauprojekt stößt auf wenig Gegenliebe

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Lintorf. Am Dienstag berichtete der Lintorfer über das geplante Neubauprojekt an der Rehhecke (Rehhecke: Neuer Stadtteil entsteht). Im Dorf und in den sozialen Netzwerken ist das Projekt seitdem das Thema. Die meisten Lintorfer sehen das Projekt mit gemischten Gefühlen.

Die meisten Lintorfer befürchten, dass Lintorf gut 3000 neue Einwohner nicht verkraften kann. Weder gäbe es genügend Kindergärten und Schulen, noch könnten die Straßen den zusätzlichen Verkehr aufnehmen.

Es gibt aber auch andere Meinungen. Sie freuen sich über zusätzlichen Wohnraum. Einfamilien- oder Reihenhäuser seien in Lintorf kaum noch zu bekommen, da könne ein solches Baugebiet Abhilfe schaffen.

Die Bürger-Union Ratingen sprach sich bereits gegen die Planungen aus, die das Berliner Unternehmen Die Wohnkompanie jetzt veröffentlichte.

Jetzt meldet sich auch die FDP. Jürgen Stuers, Lintorfer Ratsmitglied kommentiert die Pläne der Berliner Entwickler: „Bisher gingen wir von 650 Wohneinheiten aus. Das war uns schon zu umfangreich. Nun sind es auf einmal 1.300 geplante Wohneinheiten. Das kann nicht im Interesse von Lintorf sein.“ Die Verdichtung sei zu hoch. Lintorf könne diesen massiven Zuwachs an Menschen und Verkehr nicht aufnehmen.

Die Freien Demokraten bemängeln auch den schlechten Kommunikationsstil der Verwaltung. Entwicklungen wie diese fielen nicht vom Himmel. Bürgermeister und Baudezernent müssten bei solchen Vorhaben dringend Politik und Bürger besser und frühzeitiger informieren.

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