Müllabfuhr: Lindenstraße ist eine Problemstraße

Werbung

Lintorf/Ratingen. Die Lindenstraße ist eine Problemstraße für die städtische Müllabfuhr. Das teil die Stadtverwaltung jetzt auf ihrer Internetseite mit. Die Hauptursache der Gefährdungen für die Mitarbeiter der Müllabfuhr sei im ungeregelte Parken der Anwohner zu sehen, heißt es bei der Stadt. Dem soll durch „zusätzliche ordnungsbehördliche Anordnungen“ entgegengewirkt werden. Eine weitere sogenannte Problemstraße in Lintorf ist die Rankestraße in der Ratinger Siedlung.

Immer wieder stoßen die Beschäftigen der städtischen Müllabfuhr bei ihrer Arbeit an gefährliche Grenzen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. In zu schmal gebauten Straßen (Wer hat sie zu schmal gebaut?) und Wegen sowie in Sackgassen ohne ausreichende Wendemöglichkeit wird die Abfallentsorgung insbesondere für die Fahrer zur Mutprobe. Ausgelöst durch verschärfte Unfallverhütungsvorschriften wurden bereits in den letzten Jahren alle Straßen in Ratingen untersucht. In der Folge musste aus Sicherheitsgründen seinerzeit die Anfahrt von besonders engen und schwer erreichbaren Straßen und Privatstraßen abgelehnt werden – auch vor dem Hintergrund, dass bereits ein stadteigenes Müllfahrzeug auf einem unbefestigten Waldweg in die Böschung gerutscht war und fast umgekippt wäre. Auch wurden in den letzten Jahren bereits erste technische und organisatorische Gegenmaßnahmen beschlossen und umgesetzt.

In einem weiteren Schritt wird nun intensiv daran gearbeitet, die Schwierigkeiten der Müllabfuhr in diesen sogenannten Problemstraßen in den Griff zu bekommen und Lösungen für die einzelnen Straßen zu finden. In einer Beschlussvorlage, die nach der Sommerpause in die politischen Beratungen (über die Bezirksausschüsse bis zum Rat) geht, legt die Stadtverwaltung ein Konzept vor, um die Gefährdungen der Abfahrsammelfahrzeuge im Straßenverkehr für die Verkehrsteilnehmer und die städtischen Mitarbeiter zu reduzieren.

Zunächst einmal geht es vorrangig um 31 Straßen mit hohem Gefährdungspotential. Hierzu hat bereits eine intensive Vorberatung mit politischen Vertretern in der Gebührenkommission und in der Projektgruppe „Sauberes Ratingen“ stattgefunden mit jeweils einstimmigen und konkreten Handlungsempfehlungen, wie die Probleme in den  31 Straßen gelöst werden sollen. Hierzu gehören: Parkraumregelungen und ordnungsbehördliche Anordnungen, Behälter-Bereitstellung durch die Anlieger oder die Errichtung von dauerhaften Behälterstandplätzen. Weitere rund 180 Problemstraßen mit mittlerem und geringem Risiko werden in einer weiteren Ergänzungsvorlage zu einem späteren Zeitpunkt behandelt.   

„Vor allem das Rückwärtsfahren von Müllfahrzeugen kann auf ungeeigneten Straßen und bei schwierigen Licht-, Wetter- und Raumverhältnissen zu einer tödlichen Gefahr für die Beschäftigten der Müllabfuhr sowie für andere Straßenverkehrsteilnehmer werden“, erklärt Abteilungsleiterin Petra Bachhuber-Pentz. Im Umgang mit Abfallsammelfahrzeugen müsse daher besondere Sorgfalt gewahrt werden. Zudem stellten einschlägige Unfallverhütungsvorschriften für jede Kommune verbindliche Pflichten bezüglich der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz dar, die es einzuhalten gilt.

Das heißt auch für Ratingen: Wo in beengten und auf nicht belastbaren Stichstraßen diese Vorschriften nicht mehr eingehalten werden können, sind verpflichtend Gegenmaßnahmen zu treffen. 

Werbung