Mehrgenerationentreff öffnet Montag

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Tiefenbroich. Der neue Mehrgenerationentreff Tiefenbroich öffnet nach knapp eineinhalbjähriger Bauzeit am Montag, 27. Mai, seine Türen. Der Neubau an der Sohlstättenstraße 33c ersetzt den bisherigen städtischen Seniorentreff Am Söttgen, wird aber noch viel mehr sein: ein kulturelles und soziales Zentrum für ganz Tiefenbroich. Täglich von 9 bis 17 Uhr heißt die Treff-Leiterin Barbara Buscher-Sander Besucher willkommen.

Mit dieser Begegnungsstätte im umfassendsten Sinne des Wortes macht die Stadt Ratingen den ersten Schritt zu einer Neuausrichtung ihrer Treffs. „Tiefenbroich wird zum Vorbild für die anderen Stadtteile“, sagt Bürgermeister Klaus Pesch, der alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um dieses Projekt so schnell wie möglich zu verwirklichen.

Zwei Entwicklungen gilt es zu berücksichtigen. Einerseits den demografischen Wandel: Deutschland wird bekanntlich älter, der Anteil der Senioren steigt. In Tiefenbroich zum Beispiel sind schon 37 Prozent der Bevölkerung über 55, die Gruppe der möglichen Treff-Besucher wird also immer größer. Andererseits sind sehr viele der „neuen Alten“ aber geistig und körperlich topfit, sie brauchen ein anderes Angebot als hochbetagte und mobilitätseingeschränkte Senioren.

Diesen Ansprüchen versucht der neue Mehrgenerationentreff gerecht zu werden. Mit 380 Quadratmetern ist er zunächst schon deutlich größer als der alte Seniorentreff. Hinzu kommt ein schönes Außengelände, das zurzeit noch gestaltet wird. Auch draußen wird man trotz der sehr zentralen Lage angenehm ruhig sitzen können, denn der Treff liegt von der Straße abgesetzt auf dem einstigen Hof der Martinschule.

Drinnen gibt es einen Bewegungsraum für allerlei Sportangebote und eine Bühne. Kleine Konzerte, Theaterstücke, Lesungen, Vorträge, all dies wird das Stadtteilleben bereichern. Ein fertiges Programm gibt es noch nicht, es soll langsam in Zusammenarbeit mit den Besuchern wachsen.

Zuallererst werden natürlich die bisherigen Besucher der Begegnungsstätte ihre Aktivitäten an neuer Stätte fortsetzen. So wird der Shanty-Chor ebenso an der Sohlstättenstraße 33c proben wie der Damenchor und die Tänzerinnen von den „Golden Hula Girls“. Es gibt zwei Gymnastik-Gruppen, eine Skat-Gruppe, demnächst eine Bridge-Gruppe, Kurse, Ausflüge und einiges mehr.

Der Grundstein für einen lebendigen Stadtteil-Mittelpunkt ist also im wahrsten Sinne des Wortes gelegt, „jetzt kommt es auf die Menschen an“, sagt der städtische Sozialdezernent Harald Filip. Vernetzung und aktive Teilhabe lauten die Schlüsselwörter. Kooperationen mit dem Seniorenrat, den beiden Kirchengemeinden, mit Vereinen und Geschäften in Tiefenbroich sind vereinbart, weitere können jederzeit angebahnt werden. Eine wichtige Rolle für die Entwicklung des Stadtteiltreffs wird die Projektgruppe „akTief – älter werden in Tiefenbroich“ spielen, die ihr Hauptquartier im neuen Treff haben wird. Die Frauen und Männer von „akTief“ arbeiten daran, die altengerechte Entwicklung des Quartiers Tiefenbroich voranzubringen. „Meine Hoffnung ist es, dass ein schöner, moderner Stadtteilmittelpunkt mit einem attraktiven Programm auch die Generation anspricht, die sich noch nicht alt fühlt, aber an der Schwelle steht“, sagt Bürgermeister Pesch. „Sie hat die Chance, den Stadtteiltreff so zu gestalten, wie sie ihn eines Tages selbst haben will.“

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