Mehr Flüchtlinge im Handwerk

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Düsseldorf. Die Integration von Geflüchteten in den regionalen Ausbildungsmarkt schreitet weiter voran. Das belegen Zahlen, die die Handwerkskammer Düsseldorf jetzt veröffentlichte. Danach haben (zum Stichtag 31.10.2018) insgesamt 617 Lehrlinge aus Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien im aktuellen Ausbildungsjahr an Rhein, Ruhr und Wupper eine Lehre in einem handwerklichen Ausbildungsberuf aufgenommen.

Damit entstammt jeder zehnte neue Lehrling einem der acht Haupt-Asylherkunftsländer; ein Zuwachs um 199 (48 Prozent) binnen Jahresfrist. „Das regionale Handwerk hat hier in den vergangenen drei Jahren einen kaum zu überschätzenden gesellschaftlichen Beitrag geleistet. Viele Betriebsinhaber setzen sich mit großem persönlichen Einsatz für die Ausbildung junger Menschen mit Fluchthintergrund ein“, ordnete Kammer-Hauptgeschäftsführer Axel Fuhrmann die Entwicklung ein.

Ein positiver Ausbildungsabschluss dürfte in vielen Fällen von einem engen Miteinander mit der Agentur für Arbeit, Integrationshelfern aus den karitativen Organisationen und der Kammer abhängen, vor allem jedoch davon, dass es mithilfe zusätzlichen Deutsch- und Nachhilfeunterricht gelingt, die Auszubildenden in die Lage zu versetzen, die Zwischen- und Abschlussprüfungen zu bestehen. Fuhrmann verwies auf entsprechende Stützangebote der Agenturen für Arbeit und mahnte gleichzeitig bei den örtlichen Ausländerbehörden an, „keinen Lehrling aus einer laufenden Ausbildung abzuschieben“.

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