Marion Brasch: Lieber Woanders

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Düsseldorf. Die Berliner Schriftstellerin Marion Brasch stellt am Freitag, 14. Juni, 19 Uhr im Heinrich-Heine-Institut, Bilker Straße 12-14, ihren neuen Roman „Lieber Woanders“ vor. Im Gespräch mit dem Bonner Kulturjournalisten David Eisermann wird sie über das Buch Auskunft geben und ihre Beziehung zu Heines „Wintermärchen“ erläutern. Der Eintritt kostet zehn Euro, ermäßigt acht Euro. Um eine Anmeldung wird gebeten, Telefon 0211/8995571 oder an anmeldungen-hhi@duesseldorf.de.

In ihrem Erinnerungsbuch „Ab jetzt ist Ruhe – Roman meiner fabelhaften Familie“ hatte Marion Brasch vor sieben Jahren die Erfahrungen einer ganz besonderen Kindheit in der DDR beschrieben. Sie entstammt einer Familie deutsch-österreichischer Kommunisten jüdischer Herkunft. Während Vater Horst Brasch eine Karriere als SED-Parteifunktionär und stellvertretender Minister für Kultur verfolgte, wurde ihr Bruder, der Schriftsteller Thomas Brasch, wegen „Verunglimpfung führender Persönlichkeiten der DDR“ exmatrikuliert und siedelte nach West-Berlin über. Nach dem Abitur arbeitete Marion Brasch in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR, später fürs Radio.

Auch in ihrem neuen Buch geht es um familiäre Verquickungen und verdrängte Schuld: Toni und Alex kennen sich nicht und sind doch auf verhängnisvolle Weise miteinander verbunden. Toni leidet unter dem Verlust ihres kleinen Bruders, für dessen Tod sie sich verantwortlich macht. Alex führt ein Doppelleben und trägt eine Schuld, über die er nie gesprochen hat. 24 Stunden bewegen sich die beiden aufeinander zu, bis sich ihre Wege trotz skurriler Begegnungen und komischer Zwischenfälle schließlich kreuzen.

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