Mahn- und Gedenkstätte zeigt „Razzia 1944“

Mahn- und Gedenkstätte zeigt „Razzia 1944“

Düsseldorf. Im Gedenken an die Opfer der Razzia von Rotterdam und Schiedam und ihre Deportation ins Deutsche Reich präsentiert die Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29, am Dienstag, 17. April, um 19 Uhr den Dokumentarfilm „Razzia 1944“.D er Film wird im niederländischen Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Der 45-minütige Film zeigt ein in Deutschland kaum bekanntes Ereignis des Zweiten Weltkriegs: Nach viereinhalbjähriger Besatzung der Niederlande sammelte und deportierte die deutsche Wehrmacht am 10./11. November 1944 unter Gewaltanwendung 52.000 bis 54.000 niederländische Männer zwischen 17 und 40 Jahren zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich.

Der niederländische Regisseur Tonko Dop zeigt in seinem Film Szenen der Razzia und führt Interviews mit überlebenden Razzia-Opfern und ihren Angehörigen. In Düsseldorf filmte er eine Ausstellungseröffnung der VHS Düsseldorf zum Bombentod von 34 Razzia-Opfern und weiteren Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, die zuvor am Derendorfer Güterbahnhof gelebt und Zwangsarbeit geleistet hatten. Die Aufnahmen führen ins Stadtarchiv Düsseldorf, wo die Recherche durchgeführt wurde, und an die Gräber der Razzia-Opfer auf dem Friedhof Stoffeln.

Die niederländische Drehbuchautorin und Journalistin Marjon De Zeeuw wird anwesend sein. Bürgermeisterin Klaudia Zepuntke und der niederländische Generalkonsul Ton Lansink werden Grußworte sprechen. Dagmar Gutheil, ehemalige Dozentin der VHS Düsseldorf, wird in den Film einführen.

Mahn- und Gedenkstätte (Foto: Michael Baaske)