Lesart: Was bringt die Zukunft?

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Essen. Immer wenn ein neues Jahr beginnt, steht eine Frage im Mittelpunkt: Was bringt die Zukunft? Unter dem Titel „Von Propheten, Prototypen und Profit“ beschäftigt sich auch die Sachbuchreihe „Lesart“ von Deutschlandfunk Kultur am Dienstag, 5. Februar, ab 20 Uhr im Café Central International des Essener Grillo-Theaters mit diesem Thema. Bei Moderator Christian Rabhansl sind dann die Autoren Jan Martin Ogiermann und Jochen Kalka sowie WAZ-Kulturchef Jens Dirksen zu Gast.

Jan Martin Ogiermann (Jahrgang 1975) hat seinem neuen Buch den Titel „Zukunft – Eine Biografie. Vom antiken Orakel zur künstlichen Intelligenz“ gegeben und er geht darin der Frage nach, welche Zukunftsfantasien die Welt beschäftigt und beeinflusst haben. Da gab es beispielsweise die Skeptiker, die behaupteten, das Telefon werde sich ebenso wenig durchsetzen wie der Tonfilm und Computer brauche es weltweit vielleicht fünf Stück. Und für die Visionäre der fünfziger Jahre müsse es wohl eine herbe Enttäuschung sein, dass wir heute nicht mit dem Hubschrauber zum Supermarkt fliegen. „Die Vergangenheit pflastert Prognosen, die falscher nicht sein könnten“, heißt es im Klappentext zu Ogiermanns Ende Januar bei Brandstätter erscheinenden Buches. Deshalb sei beim Blick voraus der Blick zurück sehr hilfreich, denn seit Jahrhunderten entwerfen Philosophen, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Politiker künftige Welten. Sein Buch zeigt auf, wie sich diese Vordenker die Gesellschaft von morgen ausmalten, was eintrat und was nicht.

Das Zauberwort vieler Zukunftsoptimisten lautet „StartUp“. Wie es jedoch hinter den Fassaden solcher Unternehmen aussieht und wie es um deren Zukunftsfähigkeit tatsächlich bestellt ist, das hat der Germanist und Politikwissenschaftler Jochen Kalka (Jahrgang 1964) in seinem neuen Buch „Die StartUp-Lüge. Wie die Existenzgründungseuphorie missbraucht wird – und wer davon profitiert“ (Econ, Februar 2019) beschrieben. Seine ernüchternde Diagnose: Neun von zehn StartUps scheitern, feste Arbeitsverträge gibt es nicht, Ausbeutung ist der Normalzustand. Und Frauen spielen in den meisten StartUps nur untergeordnete Rollen. Dennoch wollen viele Chefs, dass in ihrem Unternehmen auch so gearbeitet wird und viele Angestellte wünschten sich das auch.

Der Eintritt kostet acht Euro. Karten gibt es im Vorverkauf im TUP-Ticketcenter, Telefon 0201/81 22-200, und in der Buchhandlung Proust, Telefon 0201/ 839 68 40.

Jochen Kalka (Foto: Thomas Dashuber)


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