Lehrgang beim THW in Lintorf

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Lintorf. Beim Technischen Hilfswerk (THW) am Hülsenbergweg wurde ein Lehrgang für LuK-Stäbe auf Ebene des Ortsverbandes durchgeführt. Der Lehrgang „Schulung der Leitungs- und Koordinierungs-Stäbe (LuK) auf Ortsverbands-Ebene“ wird durch das THW-Ausbildungzentrum Neuhausen standortverlagert ausgebildet. Die Teilnehmer kamen dabei aus den Ortsverbänden Mülheim, Ratingen, Solingen und Velbert.

Nach einer kurzen Begrüßungsrunde am späten Freitag Nachmittag begann für die Teilnehmer ein interessantes Wochenende. Denn die Dozenten des THW-Ausbildungszentrums Neuhausen waren nach Lintorf gekommen, um den Lehrgang Schulung der Leitungs- und Koordinierungs-Stäbe auf Ortsverbands-Ebene durchzuführen. Begonnen wurde das Wochenende mit einer kurzen Vorstellungsrunde, bevor es direkt mit den ersten Themen los ging. Inhaltlich wurden die Aufbauorganisation der THW-Struktur, das Führungssystem in der Gefahrenabwehr und die Grundlagen des THW-Einsatzes abgehandelt. Ebenso wurde hierbei die Definition der Amtshilfe nach Artikel 35 Absatz 1 des Grundgesetzes betrachtet. Dazu brachten die Ausbilder viele unterschiedliche Fallbeispiele mit, um die Rechtmäßigkeit von THW-Einsätzen zu beurteilen.

Samstagmorgen standen die Grundlagen der Stabsarbeit und der Führungsorganisation auf der Tagesordnung. Taktische Zeichen, das Einsatztagebuch, das Führen einer Lagekarte sowie die unterschiedlichen Funktionen in einem Stab (vom Leiter Stab über die Sachgebietsleiter 1 bis 6, sowie Einsatztagebuchführer und Sichter) wurden detailliert besprochen. Darüber hinaus konnten sich die Teilnehmer unter Anleitung der Dozenten auch mit der Einrichtung eines Stabsraumes und die grundsätzlichen Aufgaben der LuK-Ortsverband auseinandersetzen. Natürlich bestand jederzeit die Möglichkeit, aufkommende Fragen direkt zu klären oder Beispiele aus der eigenen Erfahrung anzubringen und mögliche Fehler zu besprechen. Im weiteren Verlauf wurde ergänzend das Thema „Psychosoziale Nachsorge“ behandelt.

Für den Sonntag stand dann die Umsetzung des theoretisch erworbenen Wissens in die Praxis an. „Unwetter Ratingen“ war das Einsatzszenario. Anhand neuer Meldungen, die über verschiedene Wege eingespielt wurden, setzten sich die Teilnehmer – in vier Gruppen aufgeteilt – intensiv mit der Materie auseinander. Hierbei zeigte sich schnell für alle Teilnehmer: Komplexe Arbeit, die mit guter Ausbildung souverän gemeistert werden kann. Mit einem abschließenden Lagevortrag stellten sich die vier Gruppen gegenseitig die eigene Herangehensweise und Abarbeitung des „Einsatzes“ vor.

Nach dem Lehrgangsende war sowohl langjährigen Stabmitgliedern als auch Neulingen klar, was Stabsarbeit bedeutet. Die Ausbilder konnten viele hilfreiche Tipps geben – die Routine kommt aber nur durch stetiges üben und das Anwenden des Gelernten.

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