Kunst und Kirche: Garten der Erinnerung

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Ratingen-West/Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann. Am Ewigkeitssonntag, 24. November, um 9.30 Uhr wird in einem besonderen Gottesdienst in der evangelischen Versöhnungskirche am Maximilian-Kolbe-Platz in Ratingen-West an die Toten erinnert. Schwimmkerzen werden für jede Verstorbene und jeden Verstorbenen aus dem Pfarrbezirk entzündet und in die Taufschale gesetzt. Hinterbliebene erleben es oft als besondere Last, dass viele Erinnerungen an ihre lieben Verstorbenen mit der Zeit verblassen. Ein Kunstobjekt der Ratinger Künstlerin Edith Voßen, das aus diesem Anlass über dem Altar in der Versöhnungskirche hängt, greift dieses Thema auf.

In einem Gespinst aus Draht und Fäden sind Fotos und Filmschnipsel, leere Diarahmen, vielfarbige Knöpfe und Perlen, die an Tränen erinnern, zu entdecken. Die Künstlerin hat dieses Kunstobjekt „Garten der Erinnerung“ genannt. „Erinnerungen sind wie ein Garten. Wir wissen er existiert, aber wir haben keinen unmittelbaren Zugang mehr. Wer nur in Erinnerungen lebt und schwelgt, ist nicht mehr bereit für die Gegenwart“, erläutert Edith Voßen.

„Am Ewigkeitssonntag wollen wir mit Hilfe dieses Kunstobjekts einen Blick zurück wagen. Danken für alles, was wir einmal mit unseren Verstorbenen erlebt haben und uns so für den Weg, der vor uns liegt, Mut machen lassen“, erklärt Pfarrer Matthias Leithe.

Weitere Information auf www.liebergott.de/Aktuelles

Foto: Volkmar Schrimpf

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