Kulturtag begeistert auch bei Sturm

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Ratingen. Mit einer bunten Mischung aus Konzerten, Kunst, Lesungen, Tanz, einem filmischen Rückblick auf die Entwicklung Ratingens seit den 50er Jahren sowie vielen Mitmachaktionen für Jung und Alt fand am vergangenen Sonntag der 20. Ratinger Kulturtag statt.

Das kleine Jubiläum dieses vielfältigen Kulturtreffens, organisiert vom Amt für Kultur und Tourismus, fand bereits zum dritten Mal in den Räumlichkeiten der städtischen Musikschule und der VHS an der Poststraße 23 statt. Zusätzlich gab es im Ferdinand-Trimborn-Saal ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Bürgermeister Klaus Pesch begrüßte dort die Besucher, zu denen auch der Bundestagsabgeordnete Peter Beyer und die Kulturausschussvorsitzende Margret Paprotta zählten. Anschließend stellte die Kulturamtsleiterin Andrea Töpfer das Programm vor, musikalisch umrahmt von der Jazz-Rock-Formation „NuCombo“ der städtischen Musikschule.

Auf der Bühne begeisterte anschließend die Harfenklasse von Susana Feige das Publikum mit einer musikalischen Reise um die Welt. Es folgten viel beklatschte  Auftritte des „Jungen Schauspiels Ratingen“, das in einer rasanten Kostüm-Modenschau 1000 Jahre Ratinger Geschichte präsentierte, und des Kinderchors „Die Ohrwürmer“ unter der Leitung von Kerstin Enzweiler. Danach präsentierte der Konzertchor Ratingen mit Professor Thomas Gabrisch Auszüge aus seinem aktuellen Konzertprogramm, das höchsten Ansprüchen genügte. Zum Abschluss des Bühnenprogramms präsentierte das Stadtarchiv neue Filme aus dem Fundus des Filmemachers Hans Kürten, die das Leben in Ratingen in den Jahren 1959 bis 1979 zeigten.

Doch auch das gesprochene Wort kam nicht zu kurz: Im Lesesaal auf der zweiten Etage lasen zunächst Mitglieder der Volkssolidarität Ratingen Texte aus den Werken verfemter Autoren. Anschließend trugen Vorlesepaten der Stadtbibliothek sowie des Mentoring-Ratingen Vereins Auszüge aus Mädchenbüchern wie „Heidi“, „Der Trotzkopf“ und „Nesthäkchen“ vor. Zum Abschluss las der Autor Ibraim Dzemail auf Romaes aus zwei seiner Werke vor, während Dragica Schröder dies dann auf Deutsch übersetzte. Für die musikalische Untermalung sorgte Kim Youngseo, für die Moderation Jan Michaelis.

Darüber hinaus präsentierten sich auf den Gängen und in weiteren Räumen Ratinger Künstler, Vereine und Kulturschaffende. Die zahlreichen Besucher erfreuten sich an der dargestellten bildenden Kunst, informierten sich über die Aktivitäten Ratinger Chöre und Vereine oder wurden selbst aktiv. Denn es wurde eine Reihe von Workshops angeboten, die zum Mitmachen einluden. So probierten Jung und Alt verschiedene Maltechniken aus, bedruckten Styreneplatten und gestalteten Karten für verschiedene Anlässe. Wer noch aktiver werden wollte, konnte sich an den Tanzworkshops beteiligen. Dort wurde vom Fitnesstanz mit Saskia Reuter über Flamenco mit „Las Candelas“ bis hin zum hawaiianischen Hula mit Jutta Bodewein und den „Golden Hula Girls“ ebenfalls viel geboten. Die jüngeren Besucher konnten zudem Gesellschaftsspiele ausprobieren, Buttons selbst gestalten und sich das Gesicht schminken oder die Nägel kunstvoll designen lassen. So wurde das Kulturtagsjubiläum trotz des widrigen Wetters für alle Besucher zu einem tollen Erlebnis.

Foto: Stadt Ratingen

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