Kreisverbandstag der Feuerwehr

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Heiligenhaus/Kreis Mettmann. Anlässlich des 150. Jubiläums der Feuerwehr Heiligenhaus fand am Samstag der Kreisverbandstag des Kreisfeuerwehrverbands Mettmann unter dem Vorsitz von Guido Vogt auf der Feuer- und Rettungswache in Heiligenhaus statt.

Neben den vielen Gästen und Delegierten des Verbandes konnte Vogt auch Bezirksbrandmeister Klaus-Thomas Riedel, Kreisbrandmeister Torsten Schams, den Landrat des Kreises Mettmann Thomas Hendele sowie den stv. Bürgermeister der Stadt Heiligenhaus Herrn Schreven begrüßen. Des Weiteren waren der zuständige Amtsleiter der Kreisverwaltung Thomas Jarzombek, Ehrenkreisbrandmeister Friedrich-Ernst Martin, der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Mettmann Dr. Arne Köster, Kreisfeuerwehrarzt Dr. Rainer Kram, der Leiter der Kreisleitstelle Michael Peters sowie Notfallseelsorger Jürgen Draht zu Gast. Die Delegierten vertreten die rund 2.900 Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes, dem alle Feuerwehren, Werkfeuerwehren, die Kinder- und Jugendfeuerwehren sowie die Ehrenabteilungen und Unterstützungsabteilungen angehören.

Landrat Hendele übermittelte die Grüße des Kreistages und spricht das Einsatzgeschehen des vergangenen Jahres an. Mit 12.556 Feuerwehreinsätzen wurde erstmals und deutlich die Marke von 10.000 Einsätze überschritten. Im Rettungsdienst ist ebenfalls ein Rekordhoch mit über 90.000 Einsätze und einem Anstieg von 14 Prozent in der Notfallrettung eingetreten. Der Kreistag konnte das Projekt Neubau Kreisleitstelle mit einem Kostenvolumen von 29 Millionen Euro erfolgreich vergeben. Die Arbeiten haben begonnen und für den 23. Mai 2019 ist bereits die Grundsteinlegung geplant. Untergebracht werden im Neubau die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei, das bereits seit Januar 2019 im Dienst befindliche sechste Notarzteinsatzfahrzeug sowie ein Ausbildungs- und Übungszentrum für die Feuerwehren mit Atemschutzübungsanlage und Wärmegewöhnungsanlage. Die Eröffnung ist für das Frühjahr 2021 zu erwarten.

Herr Hendele dankt allen, die sich engagiert für die Belange von Feuerwehr und Rettungsdienst eingesetzt haben. Die gesellschaftliche Debatte zu Angriffen gegen Einsatzkräften muss allerdings noch weiter geführt werden. Jeder Angriff gegen eine Einsatzkraft sollte seitens der Dienstherren zur Anzeige gebracht werden. Zum Abschluss seines Grußwortes übergibt der Landrat eine Zuwendung an den Kreisfeuerwehrverband.

Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Heiligenhaus Heinz Peter Schreven dankt für die Einladung und berichtet von der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenhaus. Er zitiert die damalige Zeitungsanzeige mit dem Aufruf von Dr. Julius Held zur Gründungsversammlung der Wehr. Als Geschenk des Rates der Stadt Heiligenhaus zum Jubiläum ihrer Feuerwehr wurde daher die Straße an der Feuer- und Rettungswache in Dr.-Julius-Held-Straße in Erinnerung an die Gründung der Feuerwehr umbenannt.

Kreisbrandmeister Torsten Schams ging in seinem Grußwort besonders auf den Festakt zum Jubiläum der Feuerwehr Heiligenhaus am Vorabend ein und unterstreicht hier insbesondere die wichtige Botschaft, dass die Menschen in der Feuerwehr in den Vordergrund gestellt wurden.

Im Anschluss an die Grußworte berichteten Guido Vogt und Torsten Schams über die Entwicklung der Mitgliederentwicklung und der Einsatzzahlen im Kreis Mettmann. Die Mitgliederzahl im Kreisfeuerwehrverband ist mit 2.932 Angehörigen auf einem neuen Höchststand. Der größte Zuwachs lag im vergangenen Jahr im Bereich der hauptamtlichen Kräfte. Im ehrenamtlichen Bereich war dagegen nur eine geringe Steigerung der Einsatzkräfte zu verzeichnen. Über steigende Mitgliederzahlen konnten sich auch die Kinder- und Jugendfeuerwehren sowie die Unterstützungsabteilungen der kreisangehörigen Feuerwehren freuen.

Im vergangenen Jahr gab es fünf Führungskräftefortbildungen sowie einen Pilotworkshop für Vertrauenspersonen und Einheitsführer. Ebenfalls wurde ein Treffen der Ehrenabteilungen in Heiligenhaus durchgeführt sowie die Imagekampagne des Landes und des VdF NRW unterstützt. Der Leistungsnachweis wurde 2018 wiederbelebt und wird auch in diesem Jahr wieder in Ratingen ausgerichtet. Das größte Standbein ist allerdings die Ausbildung der ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen.

Kreisbrandmeister Torsten Schams präsentierte die Zahlen und Fakten des Einsatzgeschehens im Berichtsjahr 2018. Das Jahr war geprägt durch Unwetter mit dementsprechenden Flächenlagen sowie die lange Trockenheit. Die Einsätze der Feuerwehren sind von 9.375 um 33 Prozent auf 12.566 geschnellt, die Einsätze des Rettungsdienstes sind von 82.464 auf 89.835 angestiegen. Bei vielen Einsätzen spielt die nachbarschaftliche Hilfe der Feuerwehren untereinander eine wesentliche Rolle. Der Kreisbrandmeister stellte verschiedene Einsätze als Beispiele für das Einsatzgeschehen, aber auch die Zusammenarbeit der Feuerwehren im Kreis und darüber hinaus dar. Das Neubauprojekt stellte er mit verschiedenen Grafiken und Bildern ebenfalls vor.

Aus den Arbeitskreisen Ausbildung, Rettungsdienst, PSU (Psychosoziale Unterstützung), Vorbeugender Brandschutz und Ehrenamt des Kreisfeuerwehrverbandes wurde über die fachliche Arbeit berichtet. Kreisjugendfeuerwehrwart Jörg Schwarz lieferte den Jahresbericht der Jugendfeuerwehren des Kreises Mettmann ab und ließ die Jugendfeuerwehrveranstaltungen des vergangenen Jahres Revue passieren.

Neuwahlen standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Hierbei wurde der geschäftsführende Vorstand mit Guido Vogt (Feuerwehr Erkrath) als Vorsitzender sowie René Schubert (Feuerwehr Ratingen) und Frank Noack (Feuerwehr Langenfeld) als stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrbandes erneut für die Dauer von drei Jahren gewählt. Dirk Engel von der Feuerwehr Ratingen wurde als neuer Kassenprüfer gewählt.

Bezirksbrandmeister Klaus-Thomas Riedel gratulierte der Feuerwehr Heiligenhaus zum Jubiläum und dankt den Mitgliedern der Feuerwehren für das Engagement, vor allem unter Beachtung des erheblichen Anstieges der Einsatzzahlen sowie unter Beachtung des Miteinanders der Feuerwehren im Kreis Mettmann.

Als emotionalen Höhepunkt des Kreisverbandstages konnte Bezirksbrandmeister Klaus-Thomas Riedel unter stehenden Ovationen aller Anwesenden den ehemaligen Leiter der Feuerwehr Hilden, Bernhard Janeck mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber auszeichnen. Trotz seines schweren Unglücks im Einsatz lebt er weiterhin für die Feuerwehr und hat seine Lebensfreude nie verloren. Er gibt uns allen Mut und Hoffnung. Wir gratulieren Bernhard Janeck von ganzem Herzen zu dieser Auszeichnung.

Foto: Feuerwehr

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