Junge Union möchte „junges“ Ehrenamt fördern

Junge Union möchte „junges“ Ehrenamt fördern

Ratingen. Die Junge Union Ratingen setzt sich für mehr „junges“ Ehrenamt in Ratingen ein. „Wir möchten die Bedingungen für Ehrenämter attraktiver für Jugendliche und junge Erwachsene machen, denn oftmals mangelt es ihnen nicht an Engagement, sondern an der Möglichkeit ein Ehrenamt mit Beruf, Ausbildung oder Studium in Einklang zu bringen“, so Theresa Dietz, stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union Ratingen.

Als Lösung schlägt die Junge Union in Anlehnung an die NRW-Ehrenamtskarte, eine Auszeichnung für das „junge“ Ehrenamt in Ratingen vor. Dabei sollen die Aktiven und die, die junges Engagement ermöglichen, hervorgehoben und öffentlich gewürdigt werden. „Mit etwas abgesenkten Anforderungen an Zeitaufwand und Kontinuität des Engagements wollen wir Jugendliche und junge Erwachsenen zum Einstieg oder zu noch mehr Engagement motivieren und Anreize zur Unterstützung des jungen Ehrenamts aus Schule, Wirtschaft und der Öffentlichkeit sowie den nach Nachwuchs suchenden Vereinen und Einrichtungen selber setzen“, so Dietz.

 Konkret möchte die Junge Union eine Ehrenamtskarte für ehrenamtlich engagierte Jugendlichen einführen. Bei Vorlage der Karte soll es Vergünstigungen in städtischen Einrichtungen und Geschäften geben. Darüber hinaus sollen Vereine, Organisationen und Parteien als Förderer des jungen Ehrenamts ausgezeichnet werden, wenn sie sich besonders auf die Lebensumstände, Möglichkeiten und Bedürfnisse von Jugendlichen einstellen und sie etwa durch arbeitnehmerfreundliche Sitzungszeiten und Mentorenprogramme aktiv in ihre Entscheidungs- und Mitbestimmungsprozesse einbinden. 

Zur Ehrenamtsförderung gehört nach Ansicht der CDU-Nachwuchsorganisation aber noch mehr. „Die Bedingungen müssen so geändert werden, dass auch Schulen und Arbeitgeber sowie Ausbildungsbetriebe, die sich etwa in ihren Schul- und Unternehmensprogrammen zur aktiven Unterstützung des Ehrenamts – mittels Freistellungen, Hausaufgabenreduzierungen und besonderen Zeugnisbemerkungen –  verpflichten, als Förderer ausgezeichnet werden“, heißt es in einer Presseerklärung der Jugendorganisation. Um ihren Vorschlag schnell umsetzen zu können, wollen sich die jungen Christdemokraten jetzt an Bürgermeister Klaus Pesch wenden, damit er ihre Idee unterstützt.