Jubiläumsabend im Savoy-Filmtheater

Jubiläumsabend im Savoy-Filmtheater

Düsseldorf. Am Mittwoch, 18. April, auf den Tag genau 60 Jahre nach der Eröffnung, wird das Jubiläum besonders gefeiert: Mit 60 Jahre Savoy, einer Dokumentation in eigener Sache mit zahlreichen Fotos vom Bau des Kinos, vom Eröffnungsabend, von zahlreichen Premieren, mit Acht-Millimeter-Amateuraufnahmen, historischen Filmtrailern und Werbefilmen der verschiedenen Dekaden – zusammengestellt von Udo Heimansberg, der Zugriff auf das Archiv der Firma Goldermann hatte, und 1975 persönlich im Savoy zum Theaterleiter ausgebildet wurde.

Zudem wird es die Vorpremiere eines Films geben, den Programmchef Kalle Somnitz ausgewählt hat:  “Lady Bird”, eine US-amerikanische Tragikomödie von Greta Gerwig, die auf dem Originaldrehbuch der Regisseurin basiert. Und natürlich werden, wie am 18. April 1958, die Sektkorken knallen und das Schnittchen-Buffet vom Uerige (ganz stilecht) gestürmt. „Wir versprechen eine Party mit Überlänge und Open und Happy End“, betont Udo Heimansberg. 

Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn der Veranstaltung um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet zehn Euro (acht Euro mit Gildepass), darin enthalten Speisen und Getränke. Die Besucher des Jubiläumsabends erhalten außerdem noch eine umfangreiche Broschüre mit zahlreichen historischen und aktuellen Fotos und dem ausführlichen Programm der begleitenden Filmreihen. Vorbestellungen für die Eintrittskarten sind ab sofort möglich (atelier@filmkunstkinos.de oder Telefon 0211/56 63 496).

Am 18. April 1958 wurde an der Graf-Adolf-Straße 47 von Willi Goldermann um 19.30 Uhr das Savoy als eines der modernsten Filmtheater in Deutschland eröffnet. Zur Eröffnung wurde  der Film „Die zehn Gebote“ gezeigt.

Neben der seit 1954 üblichen Vorführung von Filmen im 35-mm-CinemaScope-Format mit Vier-Kanal-Stereomagnetton war das Savoy als drittes Kino in Deutschland in der Lage, auf einer riesigen, gebogenen Bildwand Filme im Todd-AO-Format  zu präsentieren. Diese Filme wurden in 70 mm gedreht und vorgeführt. Zusätzlich waren diese Kopien mit Sechs-Kanal-Magnetton ausgestattet. So wollte und konnte man damals mit heute noch unerreichter Qualität der TV-Konkurrenz Paroli bieten. Das heißt im Savoy sahen die Zuschauer die Filme auf einer 165 Quadratmeter großen Leinwand.

Da wundert es auch nicht, mit welchem Paukenschlag das Kino eröffnet wurde: Cecil B. DeMilles monumentales Vier-Stunden-Epos „Die zehn Gebote“ sorgte wochenlang für ein volles Haus! Der erste Film in Todd-AO folgte im Herbst 1958: Otto Premingers PORGY UND BESS!

Von nun an etablierte sich das SAVOY unter der Leitung von Manfred Goldermann zum Flaggschiff der Firma seines Vaters und der Top-Adresse für Premieren in Düsseldorf. Die Stars der 50er-, 60er-, 70er- und 80er Jahre gaben sich die Klinke in die Hand, von Terence Hill und Bud Spencer über Pierre Brice und Lex Barker bis hin zu Götz George und Francois Truffaut – Düsseldorf war Filmstadt und die Graf-Adolf-Straße die Filmmeile mit dem Premium-Kino Savoy als Mittelpunkt.