Internationaler Museumstag in Hösel

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Hösel. Am Sonntag, 19. Mai, ist Internationaler Museumstag. Das Oberschlesische Landesmuseum lädt an diesem Tag herzlich ein zu einem Museumsbesuch von 11 bis 17 Uhr. Im Mittelpunkt steht die große Sonderausstellung „Schaukelpferd und Zinnsoldaten“.

Ab 15 Uhr stellt Barbara Wonschik im Haus Oberschlesien ihre Erinnerungen an die Kindheit in Schlesien vor. In ihrem Buch „Ein Paradies in dritten Stock. Szenen einer Kindheit in Oppeln“ beschreibt die 1939 in Oppeln geborene Autorin ihre Kindheit und Jugend in der Zeit der Wirren während und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach Flucht und Vertreibung aus Oberschlesien ins Rheinland und nach der späten Heimkehr ihres Vaters aus elfjähriger Kriegsgefangenschaft in Russland musste ihre Familie im Westen Deutschlands neu anfangen.

Barbara Wonschik berichtet, wie auch aus belastenden Erlebnissen heraus neue Anfänge und Erfolge entstehen können. Ihre Liebe zu den Menschen war ihr eine wichtige Hilfe dabei, niemals zu verzweifeln, sondern immer wieder aufzustehen und weiterzugehen. Mit alten Volksliedern begleitet sie am Klavier Hartmut Schlattmann.

Die Lesung im Programm des Internationalen Museumstages am Oberschlesischen Landesmuseum ist ein Angebot des Kulturreferenten für Oberschlesien.

Um 13 und 16:30 Uhr werden Kuratorenführungen durch die Sonderausstellung „Schaukelpferd und Zinnsoldaten. Kindheit und Jugend in Schlesien“ angeboten. Auch für die jüngsten Gäste gibt es ein abwechslungsreiches Programm: Von spannenden Spielen bis hin zu diversen Bastelaktionen. Zwischendurch können sich die Gäste mit leckeren Waffeln stärken.

Übrigens sollte der Internationale Museumstag zugleich als Finissage die große Sonderschau „Schaukelpferd und Zinnsoldaten“ beenden. Nun wird diese Ausstellung aufgrund ihres großen Zuspruches um ein weiteres Jahr verlängert. Sie zeigt die verschiedenen Stationen im Leben eines Kindes – von der Geburt, den ersten Lebensjahren, der Schul- und Freizeit bis hin zur Ausbildung. Mit ihren vielen Objekten von hohem Erinnerungswert spricht die Ausstellung alle Generationen an und ist auf jeden Fall sehenswert.

Der Eintritt zu allen Angeboten an diesem Tag ist frei.

Kindheit in Beuthen/Oberschlesien (Foto: Izabella Wójcik-Kühnel)

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