Interaktiv eröffnet stationäre Wohngruppe

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Ratingen/Velbert. Gespannt und voller Vorfreude fiebert die interaktiv gemeinnützige Gesellschaft für Schule, Sport und Soziales mbh (interaktiv gGmbH Schule. Sport.Soziales.) dem Oktober entgegen. Kein Wunder, wartet doch dann mit der Eröffnung des stationären Angebotes an der Oststraße 31 in Velbert, welches sich an Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 21 Jahren richtet, eine Premiere auf die etwa ein Jahr junge Abteilung der Gesellschaft aus Ratingen. „Bislang haben wir Hilfe und Unterstützung immer ambulant bei den Familien vor Ort leisten können. Das wir das Ganze von nun an stationär anbieten können, ist eine tolle Sache – für uns, aber vor allem für die Kinder, die Jugendlichen und deren Familien“, sagt Kai Funke, Abteilungsleiter Jugendhilfe bei interaktiv.

Die Wohngruppe beinhaltet auf insgesamt rund 400 Quadratmetern Wohnfläche zwei separate Schwerpunkte: einerseits die Regelwohngruppe inkl. der Möglichkeit der Inobhutnahme bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung und im selben Haus angegliedert den Bereich „Betreutes Wohnen/Verselbstständigung“. Während die Regelwohngruppe neun Plätze umfasst und im Schichtdienst wechselweise von einem sechsköpfigen bestehend aus Erziehern und Sozialpädagogen betreut wird, kümmert sich eine weitere Mitarbeiterin in der „Trainingswohneinheit“ um zwei weitere Jugendliche.

Während diese Einheit aus einer Küche, einem Bad und Wohnräumen besteht, können sich die Bewohner der Regelwohngruppe neben neun geräumigen Einzelschlafzimmern auch auf eine 35 Quadratmeter große Gemeinschaftsküche, einen großzügigen Gemeinschaftsraum ein Spielzimmer inklusive Tischkicker sowie einen weitläufigen Garten samt Terrasse, Kräuterbeet und Schuppen freuen. Dazu gibt es noch ein sogenanntes Inobhutnahmezimmer für Notfälle sowie Büroräume und Schlaf- und Badezimmer für das Betreuerteam. „Seit Beginn der Planung des Projektes im September 2017 haben wir nach Rücksprache mit dem Architekten alle nichttragenden Wände in dem zentral gelegenen Altbau entsprechend umgebaut, damit die gesamten Räumlichkeiten perfekt zu unseren Ansprüchen passen“, berichtet Stefanie Arrondeau, die als Abteilungsleiterin Jugendhilfe für die pädagogische Konzeption verantwortlich ist. Das Brüderpaar Kesevan, Eigentümer der Immobilie, steckte in den vergangenen Wochen und Monaten viel Arbeit in die Räumlichkeiten, um allen Ansprüchen vollends gerecht zu werden – von Brandschutz bis hin zu den Bedürfnissen der Kinder. Da die Kesevans einen engen Bezug zu gemeinnütziger Arbeit pflegen, sei dieses Projekt „eine ganz besondere Herzensangelegenheit“.

Auf Basis seines pädagogisches Leitbildes will interaktiv über dieses neue stationäre Angebot Lebenswelten verbinden und neue Perspektiven für Kinder und Jugendliche eröffnen. „Die Bewohner werden individuell samt ihrer speziellen Bedürfnisse gefördert und betreut“, erklärt Funke. Das sei gerade während des Heranwachsens ganz entscheidend. Auch erlebnis- und bewegungspädagogische Angebote seien Bestandteil der pädagogischen Arbeit wie Lebenswelt- und ressourcenorientiertes Arbeiten samt Erlebnispädagogik, tiergestütztes Arbeiten oder Sport-und Bewegungspädagogik. „Mit Blick auf die Vielfältigkeit des Angebotes haben wir insbesondere bei der Personalauswahl hohe Ansprüche gestellt – das Team vor Ort zeichnet sich durch seine Kompetenzen- und Interessenvielfalt aus und kann sich so ideal auf die Bedürfnisse der Heranwachsenden einstimmen“, betont Arrondeau.

Und genau hier hat sich interaktiv durch die langjährige, schulische Ausrichtung sowie die Kooperation mit zahlreichen anderen Trägern und Professionellen diverser Bereiche – wie Sport- und Erlebnispädagogik, Ergo- und Psychotherapie – nachhaltig eine starke Kompetenz aufgebaut, die nun als verheißungsvolle Basis dient, erklärt Funke: „Die verschiedenen Angebote werden insbesondere zur Aktivierung der eigenen Interessen der Kinder und Jugendlichen und zur Strukturierung des individuellen Alltags unter der Woche sowie am Wochenende genutzt.“

Mit dem qualitativ wie quantitativ hochwertigen Angebot setzt die neue Wohngruppe an der Velberter Oststraße 31 darauf, den jungen Bewohnern in ihrem Alltag Sicherheit und Stabilität in einem lebensweltorientierten Umfeld zu bieten. „Wir wollen die jungen Menschen an der Gestaltung der Gesellschaft beteiligen und sie sowohl hinsichtlich ihrer eigenen Bedürfnisse fördern als das gemeinsame Erleben in der Gruppe in den Blick nehmen“, erklärt Arrondeau. Jedes Mitglied der Wohngruppe darf sich auf ein eigenes komfortables und knapp 17 Quadratmeter großes Einzelzimmer freuen. „Diese verfügen über eine altersgemäße Ausstattung und jedes Kind hat zudem die Möglichkeit, sein Wohnumfeld aktiv mitzugestalten“, sind sich Funke und Arrondeau einig. Beide blicken bereits voller Vorfreude in Richtung Eröffnung.

Foto: privat

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