Hospizbewegung: Wenn die alten Eltern sterben

Hospizbewegung: Wenn die alten Eltern sterben

Ratingen. Die Hospizbewegung Ratingen lädt in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Familienbildungswerk zu einem öffentlichen Vortrag am Dienstag, 19. Juni, um 19.30 Uhr im Evangelischen Familienbildungswerk, Turmstraße 10, ein. Unter dem Titel „Wenn die alten Eltern sterben“ spricht Barbara Dobrick, Autorin des gleichnamigen Buches, über die Erfahrungen, die Söhne und Töchter vor und nach dem endgültigen Abschied von ihren alten Eltern machen. Die Veranstaltung ist kostenfrei, um eine Anmeldung wird gebeten, Telefon 02102/10940.

Wenn das Lebensende der Eltern absehbar ist, sie nicht plötzlich sterben, entsteht häufig noch einmal eine inzwischen längst ungewohnte emotionale und räumliche Nähe. In dieser Nähe kommt es oft zu Konflikten zwischen Kindern und Eltern, richtiger gesagt: In dieser Zeit kann deutlich werden, welche Konflikte bislang nicht gelöst, vielleicht nicht einmal erkannt werden konnten. Aber auch unter den Kindern, den längst erwachsenen Geschwistern, gärt es häufig.

Barbara Dobrick spricht auch darüber, welche Gefühle Söhne und Töchter nach dem Tod ihrer alten Eltern bewegen können. Mit den Eltern wird die eigene Kindheit endgültig zu Grabe getragen und gleichzeitig in der Erinnerung belebt, mit allem Schönen und Schrecklichen. Noch einmal wird spürbar, wie bestimmend die Beziehungen zu Mutter und Vater waren und bleiben. Deshalb durchleben Söhne und Töchter oft starke Emotionen, erwartete und unerwartete, irritierende und tabuisierte. Das verändert sie und eröffnet neue Entwicklungschancen.