Hans Lumer prägt Lintorf

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Lintorf. Am 9. März dieses Jahres verstarb Hans Lumer, langjähriger Schulleiter der Johann-Peter-Melchior-Schule und Chef der St. Sebastianus Schützenbruder Lintorf 1464. Der gebürtige Essener prägt Lintorf über mehrere Jahrzehnte der Nachkriegszeit.

Hans Lumer wurde am 22. Juni 1924 in Essen-Borbeck geboren. Mit 18 Jahren musste er als Soldat in den Zweiten Weltkrieg ziehen. Im September 1945 kehrte er nach kurzer Gefangenschaft nach Essen zurück. Er studierte dann in Kupferdreh Lehramt und legte dort 1947 die Prüfung ab.

Noch 1947 kam er als junger Lehrer an die Johann-Peter-Melchior-Schule an der Speestraße. Schnell wurde er in Lintorf heimisch und engagierte sich in Kirche, Schützenbruderschaft und Heimatverein. Im Januar 1948 gehörte er zu den Wiederbegründern der St. Sebastianus Schützenbruderschaft. Sie hatte sich 1936 aufgelöst, um der Gleichschaltung im Dritten Reich zu entgehen. Lumer wurde 1963 zum Vorsitzenden gewählt und blieb dies bis 1994. Er war 1967 Schützenkönig der Bruderschaft. Nach seinem Rücktritt als Chef wählten ihn die Mitglieder zum Ehrenvorsitzenden.

1953 heiratete Hans Lumer die Lintorferin Ruth Steingen. Sie haben drei Söhne und eine Tochter. 1964 übernahm Hans Lumer die Leitung der Johann-Peter-Melchior-Schule am Weiher. Unzählige Lintorfer erinnern sich noch heute an den Lehrer. Lernten sie doch bei ihm das ABC und das Einmaleins. In den Ruhestand ging er 1986.

Ein wichtiger seines Lebens war sein unerschütterlicher christlicher Glaube. So verwundert es nicht, dass er auch in der katholischen Kirchengemeinde ehrenamtlich tätig war. Vier Jahrzehnte (1954 bis 1994) war er in den Kirchenvorständen zunächst von St. Anna und später von St. Johannes.

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