Grundschüler helfen mit Weihnachtsliedern

Grundschüler helfen mit Weihnachtsliedern

Kaiserswerth. Für Abwechslung im Klinikalltag haben jetzt Drittklässler der Grundschule Kaiserswerth mit ihren Lehrerinnen gesorgt. Mit Weihnachtsliedern und selbst gebastelten Weihnachtssternen überraschten die Mädchen und Jungen der Klasse 3c die Patienten der Palliativstation im Florence-Nightingale-Krankenhaus.

„Wir freuen uns, dass ihr den schwer kranken Patientinnen und Patienten auf unserer Station eine Freude bereitet“, begrüßte Andreas Winter, Oberarzt der Palliativstation, die Schüler. Weil die meisten Patienten bettlägerig sind, öffneten die Schwestern die Türen der Zimmer, während die Kinder mit ihrem Gesang eine besinnliche Atmosphäre aufkommen ließen. „Mit Musik und der Freude daran, können wir die Schmerzen und Beschwerden der Patienten lindern“, erklärte der Oberarzt der Schulklasse.

Bereits das sechste Jahr in Folge besuchten Dritt- und Viertklässler der Grundschule Kaiserswerth zur Adventszeit das Krankenhaus der Kaiserswerther Diakonie. Die Kinder hatten sich im Unterricht auf den Besuch vorbereitet. „Im ersten Moment sind Kinder bei dem Thema Tod und Sterben sehr zurückhaltend. Wenn sie aber wissen, dass sie mit den Liedern und den Geschenken den Patienten helfen können, sind sie sehr interessiert und überwinden ihre Berührungsängste“, berichtet Musiklehrerin Anna Klostermann.

Im Vorfeld besuchte Christiane Immer, Palliativschwester und Palliativkoordinatorin des Florence-Nightingale-Krankenhauses, die Kinder in der Schule und beantwortete altersgerecht ihre Fragen. „Das Thema Sterben wird in unserer Gesellschaft oft verdrängt, dabei gehört es genauso zum Leben wie die Geburt. Kinder gehen mit dem Thema noch recht unbefangen um und haben keine Scheu im Kontakt mit den Patienten“, erläutert Christiane Immer.

Auf der Palliativstation der Kaiserswerther Diakonie werden Menschen mit einer weit fortgeschrittenen, nicht heilbaren und lebensverkürzenden Krankheit betreut. Vor zwölf Jahren wurde die Station als erste Einrichtung dieser Art in Düsseldorf eröffnet. Gemeinsam mit den Angehörigen bereiten Palliativärzte, speziell qualifizierte Pflegekräfte, Seelsorger, Psychoonkologen, Physio-, Ergo-, Musik- und Kunsttherapeuten, Sozialberater sowie geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter die Patienten darauf vor, ihre letzte Lebensspanne selbstbestimmt zu gestalten. Ziel ist es, den Wünschen der Patienten zu entsprechen und sie nach Hause, in eine Pflegeeinrichtung oder in ein Hospiz zu entlassen. Dort wird dann die weitere palliative Versorgung gewährleistet.

Weitere Information auf www.florence-nightingale-krankenhaus.de

Foto: Bettina Engel-Albustin