Grüne: Kunst und Nachhaltigkeit

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Ratingen. Die Fraktion der Grünen möchte die preisgekrönte, internationale Wanderausstellung „Zur Nachahmung empfohlen! Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit – ZNE!“ nach Ratingen holen. Die ist in diesem Sommer zu Gast in Erfurt. Doort hat der Fraktionsvorsitzende Hermann Pöhling sie bereits gesehen.

Pöhling meint: „Wir würden es begrüßen, wenn Ratingen sich auch über die Kunst zu diesem wichtigen Thema der Gegenwart positionieren würde. Deshalb soll die Verwaltung ausloten, ob die Ausstellung nach Ratingen geholt werden kann!“

Den Grünen beeindruckte in der Ausstellung besonders der Teilaspekt Wasserverbrauch: In den Konsumgütern stecke das sogenannte virtuelle Wasser, das bei der Produktion benötigt wird. Jede Person in Deutschland verbrauche pro Tag 122 Liter, die Herstellung einer Jeans aber allein 11.000 Liter, eines Baumwoll-T-Shirts 4100 Liter.

Die Kulturstiftung des Bundes schreibt im Internet zum Motiv der Ausstellung: „Welche Antworten hat die Kunst auf globale Herausforderungen wie den Klimawandel, die Endlichkeit der Energiereserven und das Schwinden der Biodiversität? Im Mittelpunkt der Ausstellung „Zur Nachahmung empfohlen!“ (ZNE!) steht die kulturelle und ästhetische Dimension der Nachhaltigkeit. Als Expeditionen in Ästhetik und Nachhaltigkeit verstehen die Kurator/innen ihre Suche nach kreativen Objekten und Ansätzen, die unsere Gesellschaft zukunftsfähig ausgestalten. Sie zeigen künstlerische Praktiken, die Erfahrungen und Arbeitsweisen von Umweltinitiativen mit künstlerischen Herangehensweisen verbinden, sowie künstlerische Positionen, die sich mit ökologischen Themen – erneuerbare Energien, Klimawandel, Re-/Upcycling, nachhaltiges Wirtschaften – auseinandersetzen.“

Barbara Esser, Vertreterin der Grünen im Kulturausschuss, sagt: „An jedem Ausstellungsort sollen die Eigenheiten der lokalen, künstlerischen, wissenschaftlichen und der umweltaktivistischen Kompetenz eingeflochten werden. Das wäre schon eine Herausforderung!“

Mehr Information zur Ausstellung

Hermann Pöhling (Foto: privat)

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