Frauenfilm: Die Göttliche Ordnung

Frauenfilm: Die Göttliche Ordnung

Ratingen. Zum Internationalen Frauentag am Mittwoch, 21. März, findet der nächste Frauenfilmtag statt. Gezeigt wird im Kino an der Lintorfer Straße 1 um 17 und um 20 Uhr der Film „Die Göttliche Ordnung“ mit Marie Leuenberger und Max Simonischek. Der Eintritt kostet 8,50 Euro. Karten können vorbestellt werden, Telefon 02102/25873 .Zwischen den Vorführungen sind die Besucherinnen im Kinofoyer zu einem Glas Sekt oder Selters eingeladen.

In ihrer warmherzigen und bis in die Nebenrollen überzeugend besetzten Komödie lässt Regisseurin Petra Volpe chauvinistische Vorurteile und echte Frauen-Solidarität aufeinander treffen. Dem Film gelang in seinem Heimatland Schweiz ein sensationeller Kinostart.

Obwohl die Schweiz oft als Vorzeigedemokratie herhalten muss, führte sie als eines der letzten europäischen Länder erst 1971 das Wahlrecht für Frauen ein. Als Pionier in Europa gestattete Finnland den Frauen schon ab 1906, an Wahlen teilzunehmen. Zum Ende des Ersten Weltkriegs zogen weitere Länder nach, darunter Norwegen, Deutschland, Österreich oder Polen. In der Schweiz entschieden aber die männlichen Bürger in Volksabstimmungen über die Einführung.

Schweiz, 1971: Nora ist eine junge Hausfrau und Mutter, die mit ihrem Mann, den zwei Söhnen und dem missmutigen Schwiegervater in einem beschaulichen Dorf im Appenzell lebt. Hier ist wenig von den gesellschaftlichen Umwälzungen der 68er-Bewegung zu spüren. Die Dorf- und Familienordnung gerät jedoch gehörig ins Wanken, als Nora beginnt, sich für das Frauenwahlrecht einzusetzen, über dessen Einführung die Männer abstimmen sollen. Von ihren politischen Ambitionen werden auch die anderen Frauen angesteckt und proben gemeinsam den Aufstand. Beherzt kämpfen die züchtigen Dorfdamen bald nicht nur für ihre gesellschaftliche Gleichberechtigung, sondern auch gegen eine verstaubte Sexualmoral. Doch in der aufgeladenen Stimmung drohen Noras Familie und die ganze Gemeinschaft zu zerbrechen.

Foto: privat