Film und Vernissage: Heinz Mack – ein Leben in Farbe

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Düsseldorf. Seine experimentellen Lichtreliefs haben ihn bekannt gemacht. Mit der ZERO-Gruppe wurde er weltweit berühmt: Heinz Mack! Jetzt präsentiert die Düsseldorfer Galerie Geuer und Geuer Art die n-tv -Erstausstrahlung der Kunstdokumentation „Inside Art: Heinz Mack – Ein Leben in Farbe“ sowie die Ausstellung „Heinz Mack – Unikate auf Papier“ mit neuen Arbeiten des 1931 in Lollar, Hessen, geborenen Künstlers.

Die 20-minütige Kino-Filmpremiere findet am Donnerstag, 23. Mai, um 18.30 Uhr (Einlass) im Cinema-Filmkunstkino in der Schneider-Wibbel-Gasse 5-7 statt. Im Anschluss moderiert Wolfram Kons, Kunstexperte bei n-tv, ein Podiumsgespräch mit Mack. Der Eintritt ist kostenfrei. Es wird um Voranmeldung in der Galerie gebeten: office@geuer-geuer-art.de oder Telefon 0211 17804766.

Danach (etwa um 20 Uhr) eröffnet der Düsseldorfer Galerist Dirk Geuer in Anwesenheit von Heinz Mack und Wolfram Kons die Ausstellung „Heinz Mack – Unikate auf Papier“ in seiner nahe gelegenen Galerie an der Heinrich-Heine-Allee 19.

Gezeigt werden überwiegend kleinformatige, quadratische Papierarbeiten aus Gouache sowie Zeichnungen aus Pastellkreide, die zwischen 2017 und 2018 entstanden sind. Mack, der seine farbigen Werke als „Spiegelbilder (s)einer inneren Empfindungen“ versteht, setzt sich auch in diesen Arbeiten mit seinen zentralen Themen Licht und Struktur auseinander. Das Resultat: Einzigartige, gegenstandslose Werke, in denen das Licht zur Farbe geworden ist, die sich in der für Mack typischen intensiven Leuchtkraft offenbart.

Galerist Dirk Geuer, der seit 1996 schon mit Heinz Mack zusammenarbeitet, betont: „Nach der von uns organisierten großen Mack-Ausstellung im Musée Théodore Monod d’art africain in Dakar, Senegal, freuen wir uns jetzt, hier in unserer Galerie neue Arbeiten von Mack zeigen zu können.“

Inspiriert von Ornamentik mit geometrischen Mustern, insbesondere aus dem arabischen und afrikanischen Raum, geht es Heinz Mack in seinen gegenstandlosen Bildern um Licht und Schatten. Diese entfalten in ihrer Abstraktion eine ganz eigene Poesie. Charakteristisch für Macks Malerei sind die strahlenden Farbräume und kontrastierenden Flächen, die er schafft. Dabei nutzt er Farbe nicht als Material, sondern als aktiven Bestandteil eines intuitiven Malprozesses.

Macks Vorliebe gerade auch für kleinere Kunstformate erklärt der mehrfache documenta-Teilnehmer und Vertreter Deutschlands auf der Biennale 1970 so: „Zeitweise habe ich die Neigung und Leidenschaft, mehrere Arbeiten in recht kurzer Zeit herzustellen. Es ist eine intensive Strategie, um den Reichtum und die Fülle meiner Ideen möglichst schnell zu realisieren. Hier kommen mir kleinere Formate entgegen. In ganz seltenen Fällen übertrage ich dann solch kleine Werke in große.“

Die Bilderschau läuft bis zum 30. Juni 2019.

Heinz Mack in seinem deutschen Atelier (Foto: privat)

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