Erzählcafé: Wie ich ein guter Deutscher wurde

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Duisburg. Im Mercatorcafé wird die uralte Tradition des „Erzählens“ gepflegt. Martin Hyun, Deutscher südkoreanischer Abstammung, erzählt am Sonntag, 7. Oktober, um 15 Uhr im Stadtmuseum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen von seinen Erfahrungen als Einwandererkind in Deutschland, als sogenannter „Ausländer“ und als viel zitiertes Musterbeispiel für gelungene Integration. Der Eintritt für Erwachsene kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Martin Hyun, der in Krefeld geboren ist, machte sich zunächst durch sein sportliches Talent einen Namen. Er war der erste koreanisch-stämmige Eishockeyspieler in der Deutschen Eishockey-Liga und war sporttechnischer Leiter für den Eishockey- und Para-Eishockey-Bereich der Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang. Auch Nicht-Sportinteressierten wurde der studierte Politikwissenschaftler durch seine Autorentätigkeit bekannt. Er setzt sich besonders für die Völkerverständigung zwischen Deutschland und Korea ein und widmet sich den Themen Integration und interkultureller Austausch. Von 2010 bis 2014 war er zudem freiberuflich als Kolumnist für das Deutschlandradio Kultur tätig.

Bereits 2012 veröffentlichte er seine autobiografische Erzählung „Ohne Fleiß kein Reis“. Er schreibt humorvoll und entwaffnend über den Stand der Integration in Deutschland. Er berichtet von amüsanten Anekdoten aus seinem eigenen Leben als Deutscher mit Migrationsgeschichte und lässt prominente Persönlichkeiten, die das gleiche Schicksal teilen, zu Wort kommen. Dabei findet er stets den richtigen Ton zwischen Kritik und Augenzwinkern. Seine neueste Buchveröffentlichung trägt den Titel „Gebrauchsanweisung für Südkorea“ und erschien am 2. Oktober im Piper Verlag.

Foto: privat

 

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