Eichenprozessionsspinner geht es an den Kragen

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Ratingen. In der ersten Aprilhälfte wird in der Stadt der Eichenprozessionsspinner bekämpft. Eine Spezialfirma wird rund 700 Bäume mit einem Präparat bedampfen, das ausschließlich auf die Raupen des Eichenprozessionsspinners wirkt. Eine Gefahr für andere Insekten besteht nicht, teil die Stadtverwaltung mit.

Bei dem Eichenprozessionsspinner handelt es sich um einen Nachtfalter, der seinen Namen deshalb trägt, weil die Raupen üblicherweise in langen Prozessionen umherwandern. Meistens werden die Larveneier innerhalb weniger Tage an jüngeren Zweigen, gerne an der Südseite der Bäume, im obersten Teil der Kronen abgelegt. Bereits im Herbst entwickeln sich die Eiräupchen und schlüpfen dann in der ersten Aprilhälfte.

Die Raupen sind von Anfang an stark behaart. Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln sie die mit Widerhaken versehenen Brennhaare, in denen sich das lösliche Protein Thaumetopoein befindet. Dieses Nesselgift kann bei Berührung bei Mensch und Tier unterschiedlichste allergische und entzündliche Reaktionen auslösen.

2018 kam es wegen der extremen Trockenheit zu einem starken und verbreiteten Befall an den Eichen in Ratingen. Daher müssen jetzt umfassende Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Weitergehende Information zum Thema gibt es auch auf der Internetseite der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald unter www.sdw.de/waldwissen/verhalten-im-wald/eichenprozessionsspinner.

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