Ehemaliger Kommödchen-Musikleiter im Tragödchen

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Ratingen. Am Donnerstag, 13. Februar, 20 Uhr gastiert das Matthias Broede Chamber Trio im Ratinger Tragödchen im Buchcafé Peter und Paula, Grütstraße 3-7. Matthias Broede war mehrere Jahre musikalischer Leiter, Pianist, und Komponist des Kom(m)ödchens in Düsseldorf. Ins Tragödchen begleiten ihn die Cellistin Insa Schirmer und der Gitarrist Frank Wingold. Tragödchen-Direktor Bernhard Schultz komplettiert mit literarischen und kabarettistischen Einwürfen das Programm.

Das Trio entdeckt die Langsamkeit in der Musik. Das bedeutet nicht, wie manch einer meinen könnte, dass (fast) nur langsame Stücke gespielt werden. Aber es bedeutet eine bewusste Abkehr von dem in der heutigen Zeit so häufig anzutreffenden Prinzip – schneller höher weiter! Musik mit Liebe zum Detail, Musik die sich langsam entwickeln kann, Musik bei der das Herz ein bedeutendes Wörtchen mit zu reden hat. Musik im Spannungsfeld von klassisch beeinflusster Cello-Spielweise, Improvisation und einprägsamen songhaften Stücken. Die Besetzung dieses Ensembles mit Gitarre, Cello und Mundharmonika wird wohl – nach unserem jetzigen Wissensstand – einzigartig sein in der Welt der Improvisation. Die Kompositionen stammen hauptsächlich aus der Feder von Matthias Broede, der 2013 den WDR-Jazzpreis und 2015 den Studio-Preis des Berliner Senats gewann und inzwischen schon fünf eigene CDs veröffentlicht hat.

Insa Schirmer begann ihr Cellostudium als Jungstudentin bei Prof. Maria Kliegel an der Folkwanghochschule in Essen und später in Köln, setzte es in Barcelona bei Lluís Claret fort und beendete es in Düsseldorf (Prof. Johannes Goritzki). Sie ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe. Heute spielt sie in Orchestern und Kammermusikensembles sowohl im Bereich der klassischen Musik, als auch in spartenübergreifenden Crossover-Projekten.

Frank Wingold studierte Jazz und klassische Gitarre, lebt in Köln, wo er seit 1993 als Bandleader, Sideman und Komponist aktiv ist. Außerdem ist er Professor für Jazzgitarre am Institut für Musik an der Hochschule Osnabrück und Dozent am Prins Claus Conservatorium in Groningen/Niederlande .Er kombiniert klassische mit jazz- und rockorientierten Spieltechniken auf akustischen wie elektrischen Gitarren, um damit eine eigene Improvisations- und Kompositionssprache zu entwickeln. Einflüsse sind das klassische Gitarrenrepertoire des 20. und 21. Jahrhunderts, die Jazztradition und – Moderne, die Rockgeschichte, elektronische Musik und Musiken osteuropäischer und orientalischer Kulturen.

Matthias Broede (Foto: privat)

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