E-Auto mit Solarstrom: Vergünstigung für Lintorf

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Lintorf/Ratingen. Wer vom Benziner oder Diesel auf ein E-Auto umsteigt, sollte auch über eine eigene Solarstromanlage nachdenken. Das rät die Verbraucherzentrale NRW allen Eigenheimbesitzern. Auf genau diesen Weg gemacht hat sich bereits Familie Buntzel. Die Ratinger haben das Dach ihres Eigenheims mit Solarmodulen zur Stromtankstelle für saubere und günstige Energie gemacht. Worauf es dabei ankommt, zeigt die Verbraucherzentrale in ihrer Aktion „Sonne im Tank“. In Lintorf ermöglichen die Stadt Ratingen und die Initiative Altneubau des Kreises Mettmann passend dazu eine Quartiersaktion mit vergünstigten Energieberatungen zu Solarstrom.

 „Die durchschnittliche Solaranlage auf einem Einfamilienhaus liefert mehr Strom, als ein Privatwagen üblicherweise verbraucht“, sagt Susanne Berger, Energieberaterin der Verbraucherzentrale. Jedenfalls auf Jahr gerechnet. Das ist auch bei der Vorreiterfamilie Buntzel so: Für 10.000 Kilometer pro Jahr benötigt sie rund 1600 Kilowattstunden. Die 20 Quadratmeter große Ost-West-Solaranlage auf dem Dach ist noch neu. Sie liefert voraussichtlich 4500 Kilowattstunden im Jahr. Das heißt: „Rein rechnerisch macht eine eigene Solaranlage das klimaneutrale Fahren leicht. Die Herausforderung besteht darin, auf der Straße und im Haushalt möglichst viel eigenen Strom wirklich direkt selbst zu nutzen“, sagt Wilhelm Buntzel. Denn die Ladezeiten eines E-Autos passen vor allem bei Berufspendlern oft nicht zu den Sonnenzeiten – steht der Wagen erst am Nachmittag wieder an der Ladestation, sind die meisten Sonnenstunden schon vorüber. Der direkte Eigenverbrauch ist aber lukrativer als die vergütete Einspeisung des Stroms ins Netz. Und nur er führt auch dazu, dass das Auto mit weniger fossiler Energie fährt und nicht nur rechnerisch sauber unterwegs ist.

Als Rentner ist das für Familie Buntzel kein Problem, da sie häufig auch tagsüber zu Hause sind und so die hohe Produktion in den Mittagsstunden gut selbst nutzen können. „Um mehr Sonne in den Tank zu bekommen, ist in anderen Fällen eventuell ein Batteriespeicher zu empfehlen“, erklärt Susanne Berger von der Verbraucherzentrale Ratingen. Dann kann der Strom zwischengespeichert werden. Außerdem sollten prinzipiell alle Bausteine rund um Solaranlage, Ladestation und E-Auto gut aufeinander abgestimmt und intelligent gesteuert werden. Dann sei durchaus ein Solarstromanteil von rund 70 Prozent im E-Auto erreichbar, so die Expertin.

Genaueres zu ihren persönlichen Solarstrom-Chancen erfahren alle Verbraucher im Kreis Mettmann in der von EU und Land NRW geförderten Energieberatung zu Solarstrom für Ein- und Zweifamilienhäuser. In Lintorf wird die Beratung während der Aktion zudem vergünstigt angeboten: Dank der Förderung durch die Stadt Ratingen und den Kreis Mettmann ist ein 90-minütiger Vor-Ort-Termin für die ersten fünf Interessierten kostenlos und für weitere 45 Hauseigentümer auf 30 Euro vergünstigt. Anmeldungen sind möglich bis 30. September.

„Eine Beratung zum Thema E-Auto und Ladestation ist auch für diejenigen zu empfehlen, die dafür noch keine konkreten Pläne haben, sondern im ersten Schritt nur eine Solaranlage für den Haushalt installieren möchten“, betont Elena Plank, Klimaschutzmanagerin der Stadt Ratingen. Peter Wobbe-von Twickel von der Initiative Altbauneu des Kreises Mettmann fügt an: „Durch den Ausbau von erneuerbaren Energien auf dem eigenen Dach entscheidet man sich für den aktiven Klimaschutz vor Ort.“

Nähere Information sowie die Möglichkeit zur Anmeldung für Beratungen gibt es unter Telefon 02102/1017890 oder ratingen.energie@verbraucherzentrale.nrw. Vergünstigte Beratungen in Lintorf können nur über die angegebene Rufnummer und E-Mailadresse reserviert werden.

Foto: privat

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