Dirk Geuer präsentiert HA Schults neue Installation

Dirk Geuer präsentiert HA Schults neue Installation

Düsseldorf. Seine „Müllmenschen“ und das „Flügelauto“ haben ihn berühmt gemacht – HA Schult, Aktionskünstler und zweifacher documenta-Teilnehmer, sorgt seit Jahrzehnten mit seinen spektakulären, konsumkritischen Installationen weltweit für Aufsehen. Jetzt präsentierte die Düsseldorfer Galerie Geuer und Geuer Art seine aktuelle Arbeit „Now! HA Schult, 1972, 1983, 2017“ und feierte den Künstler bei einem Empfang mit mehr als 100 Gästen – darunter unter anderem Anna Zlotovskaya, Performerin, Violinistin und Ehefrau von HA Schult, Ute Ohoven mit ihrer Tochter Claudia J. Jerger, der Nachwuchsstar der Kunstszene Leon Löwentraut, Jean Pütz, Doro Dietsch, Sachbereichsleiterin Jugend und Parlament im Landtag NRW Ingrid und Thomas Jochheim (Art Collection).

Aus zerknüllten Zeitungen und Coca Cola Dosen erhebt sich ein „Crashman“, eine Skulptur aus Schrott und Müll, in deren Brust ein Flugzeugkörper eingelassen ist. Zwei Grafiken, auf denen die ehemaligen Twin Towers in New York zu sehen sind, gehören ebenfalls zur aktuellen HA Schult Installation, die sich auf Kunstaktionen aus den Jahren 1972, 1983 und 2017 bezieht:

Die Galerieinstallation geht darüber hinaus auf die New Yorker Straßenaktion „Now“ aus dem Jahr 1983 zurück, in der HA Schult die Washington Street mit über 300.000 zerknüllten Exemplaren der New York Times ausgelegt und die Straße in eine apokalyptische Mülllandschaft verwandelt hat. Die Zeitungen wurden anlässlich der Aktion eigens für ihn gedruckt und von der New York Times zur freien Verfügung gestellt. 

Mit „Now! HA Schult, 1972, 1983, 2017“ knüpft der Künstler zudem an den mit Abfallprodukten und Cola Dosen gefüllten Schaukasten an, den er 1972 unter dem Titel „biokinetische Landschaft“ auf der documenta 5, 1972, als provokative Konsumkritik inszenierte. Er verschränkt Terror mit Konsum und macht das Publikum so auf diese verborgene Kausalität aufmerksam.

Neben der Installation zeigt die Galerie Geuer und Geuer, Heinrich-Heine-Allee 19, weitere Arbeiten des in Parchem, Mecklenburg, geborenen Künstlers sowie Werke von US-amerikanischen Künstlern wie Julian Schnabel, Keith Haring, Andy Warhol und Mel Ramos. Die Ausstellung läuft noch bis Mitte August (dienstags bis freitags 11 bis 18 Uhr).

Foto: privat