„Die Jakobsbücher“ von Olga Tokarczuk

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Essen. Als Teil des internationalen Literaturfestivals „lit.RUHR“ ist Olga Tokarczuk, eine der größten Autorinnen Polens, am Sonntag, 13. Oktober, ab 17 Uhr zu Gast in der Alten Synagoge Essen, Edmund-Körner-Platz 1. Mit „Die Jakobsbücher“ hat sie 2014 ihren wohl wichtigsten Roman geschrieben, der das Thema der Lesung ist. Moderiert wird die Veranstaltung von Olga Mannheimer, freiberufliche Publizistin und Moderatorin. Der deutsche Text stammt von der Schauspielerin und Sängerin Katja Riemann. Olga Tokarczuk hat jetzt den Literaturnobelpreis erhalten.

In ihrem Roman über Jakob Frank schildert Olga Tokarczuk die polnisch-jüdische Geschichte ohne Beschönigungen, was ihr heftige Kritik von nationalistisch gesinnter Seite einbrachte. Es entsteht das schillernde Porträt einer kontroversen Figur und das Panorama einer krisenhaften Welt an der Schwelle zur Moderne. Zugleich aber ist Olga Tokarczuks lebenspraller Roman ein Buch ganz für unsere Zeit, stellt es doch die Frage danach, wie wir uns die Welt als eine gerechte vorstellen können.

Den einen galt er als Weiser und Messias, den anderen als Scharlatan und Ketzer: Jakob Frank, Anführer seiner eigenen mystischen Bewegung der „Frankisten“, war fest entschlossen, sein Volk, die Juden Osteuropas, für die Moderne zu öffnen. Tausende Anhänger scharte Jakob um sich, tausende Feinde machte er sich. Und sie alle, Bewunderer wie Gegner, erzählen hier die unglaubliche Lebensgeschichte dieses Grenzgängers, den es weder lange bei einer Religion noch an einem Ort hielt: Von Polen wanderte er nach Salonikki und von dort an den Main. Zu Ende seines Lebens verstarb er in Offenbach.

Karten sind im Vorverkauf über www.westticket.de/kultur und Telefon 0211/274000 für 16 Euro, ermäßigt für zwölf Euro (zuzüglich Gebühren), erhältlich sowie an der Abendkasse für 21 Euro, ermäßigt für 17 Euro.

Foto: Peter Prengel, Stadt Essen

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