DEG verliert gegen Krefeld

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Düsseldorf. Den negativen Derby-Frust vom Dienstag gegen Köln wollte die Düsseldorfer EG in positive Derby-Lust gegen den anderen rheinischen Rivalen, die Krefeld Pinguine, verwandeln. Doch leider geriet das letzte Heimspiel der Vorrunde erneut zu einem frustrierenden Erlebnis. Die DEG tat sich über 60 Minuten schwer und biss sich vor allem in Überzahl die Zähne an den Pinguinen aus. Die schlugen im ersten Drittel zwei Mal zu, der DEG gelangt nicht mehr als Anschlusstreffer von Alex Barta zum 1:2 (0:2; 1:0; 0:0)-Endstand.

Der Karnevalsfreitag fühlte sich vor 11.613 Zuschauern im ISS DOME aus DEG-Sicht zunächst an wie Halloween. Zuerst mussten beide Mannschaften sechs Minuten warten, bis reichlich rot-gelbes Konfetti hinter dem Tor von Mathias Niederberger entfernt war. Als es dann endlich losgehen konnte, plätscherte die Anfangsphase recht ereignisarm vor sich hin. Bis Philip Bruggisser von der rechten Seite aus dem Lauf abzog und der Puck in der kurzen Ecke hinter Niederberger einschlug (3.). Die DEG tat sich nach der Gästeführung zuerst extrem schwer damit, Torchancen zu kreieren. Eine klemmende Sirene beim ersten Powerbreak war sinnbildlich für das, was dann kam: Denn nun mussten die Rot-Gelben erst einmal zusehen, kein weiteres Gegentor zu kassieren. Erst wanderte Nichlas Torp auf die Strafbank, wenig später gesellte sich Ryan McKiernan dazu. Mit den verbleibenden drei Verteidigern musste die DEG 34 Sekunden in doppelter Unterzahl überstehen. Das gelang, wobei Chad Costello nach der Rückkehr von Torp aus spitzem ganz knapp von der linken Seite scheiterte (13.). Leider kam heute ein Unglück nicht allein, sondern kullerten sich die Krefelder zum 0:2. Die DEG bekam den Puck nicht aus der Gefahrenzone geklärt und plötzlich zappelte er im Netz. Als Torschütze ließ sich Travis Ewanyk feiern (16.). Jeadon Descheneau hätte das Ergebnis ein wenig angenehmer gestalteten können, schob bei einem Alleingang die Scheibe allerdings in Dimitri Pätzold und diesen dann ins Tor hinein. Wo war der Puck? Die Schiedsrichter Hunnius und Klein entschieden nach Konsultation des Videobeweises, das Tor nicht zu geben (18.). Es konnte nur besser werden.

Im Mittelabschnitt bekam die Mannschaft von Harold Kreis früh die Gelegenheit, ins Spiel zu finden, weil Ewanyk wegen Stockschlags auf die Strafbank musste. Descheneau hatte das Riesen-Ding auf dem Schläger, als er das leere Tor vor sich hatte, dann den Puck aber nicht richtig traf (24.). In einem weiteren Powerplay zog Philip Gogulla aus dem hohen Slot ab, doch Pätzold war zur Stelle (27.). Auch die Düsseldorfer mussten sich eines Unterzahlspiels erwehren, überstanden dieses aber schadlos.  Der dritte rot-gelbe Anlauf im zweiten Drittel, mit einem Mann mehr auf dem Eis einen Treffer zu erzielen, endete nach etwas mehr als 32 Minuten ebenfalls erfolglos. Bei gleicher Anzahl Spieler auf dem Eis blieben auch die Gäste gefährlich und spielten insbesondere mit ihrer Top-Reihe gefällig nach vorn. Ewanyk versuchte sich mit einer per Rückhand abgeschlossenen Einzelaktion, doch Niederberger machte die bedrohte kurze Ecke zu (36.). Insgesamt war nun aber die DEG deutlich aktiver als in den ersten 20 Minuten. Den einzigen Vorwurf, den sich die Krefelder gefallen lassen mussten, war ihre Undiszipliniertheit. Bruggisser war der nächste Pinguin, der nach einem Bandencheck auf der Sünderbank Platz nehmen musste. Mit viel Wut im Bauch feuerte Kapitän Alex Barta vom Rand des Slots ab und hämmerte den Puck in die Maschen (38.). Zum Glück misslang es Daniel Pietta nach einem Pass von Vincent Saponari von der linken Seite, den Puck in der Mitte entscheidend ins Tor zu lenken (39.).

Im Schlussabschnitt hatte es die DEG selbst auf dem Schläger, die Partie auszugleichen und mindestens noch den einen Punkt einzufahren, der für die absolut sichere Viertelfinalqualifikation noch fehlte. Die Mannschaft von Brandon Reid leistete sich nämlich weiterhin fleißig Fouls. Drei weitere Male bescherte das der DEG ein Überzahlspiel. Dem fehlte allerdings leider der letzte Pepp. So schwand nach und nach die Zeit, bis Kreis gut eine Minute vor dem Ende seinen letzten Joker ausspielte und Niederberger zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Doch auch dann wollte der Puck einfach nicht mehr ins Tor.

Am Sonntag reist die DEG zum 52. und letzten Spiel der Vorrunde zu den Eisbären Berlin.

Foto: Birgit Häfner

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