DEG: Morgen beginnen die Playoffs

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Düsseldorf. Exakt 1083 Tage und damit fast drei Jahre nach dem letzten Playoff-Auftritt geht die Düsseldorfer EG am Dienstag wieder in der schönsten Phase der Saison an den Start. Um 19.30 Uhr fällt bei den Augsburger Panthern der erste Puck zum Playoff-Viertelfinale 2018/19.

Die bayerischen Schwaben, die sich zumindest laut dem gebürtigen Augsburger in DEG-Reihen, Patrick Buzás, weder als Bayern noch als Schwaben sehen, sondern schlicht als Augsburger, blicken auf eine phänomenale Spielzeit zurück. Mit Platz Drei eroberten die Panther die beste Platzierung ihrer DEL-Geschichte. Noch nie waren die Fuggerstädter am Ende der Hauptrunde besser als Platz Sechs. Damit sicherten sie sich auch zum ersten Mal das Heimrecht im Viertelfinale. Dabei kam es zu einem Fotofinish auf der Ziellinie der Saison. Mit fünf Siegen in sechs Partien hatten die Augsburger das Feld der Viertelfinal-Aspiranten von hinten aufgerollt und sich einen relativ sicheren Platz Drei ergattert. Doch am Schlusswochenende lief es nicht wie gewünscht. Die 2:6-Niederlage gegen die Adler Mannheim kam zwar nicht völlig unerwartet, danach verspielte das Team von Coach Mike Stewart aber eine 4:1-Führung bei den Krefeld Pinguinen und unterlag letztlich mit 4:5. Allerdings erst in der Overtime. So brachten die Süddeutschen Platz Drei ins Ziel, wäre der finale Gegentreffer noch in der regulären Spielzeit gefallen, wären sie nur Fünfter geworden. Vielleicht wurde es auch so knapp, weil in dieser Partie der Paradesturm ausnahmsweise nicht zuschlug. Matt White (49 Punkte) und Drew LeBlanc (45) zählen zu den besten Scorern der Liga. In Olivier Roy können die Panther zudem auf den Goalie mit der drittbesten Fangquote der DEL zurückgreifen (91,73 Prozent).

Doch das alles zählt jetzt nicht mehr. Auch nicht, dass die DEG gegen die Panther eine perfekte Hauptrunde spielte. Vier Siege aus vier Partien. Das zeigt, dass Rot-Gelb in und gegen Augsburg erfolgreich sein kann, mehr aber auch nicht. Denn die Playoffs sind eine Welt für sich. Das werden sowohl Düsseldorfer als auch Schwaben wissen, die in der vergangenen Spielzeit beide den Sprung in die Top Zehn verpassten. Vom letzten Playoff-Auftritt der DEG im Viertelfinale 2016 bei den Grizzlys Wolfsburg sind bei den Landeshauptstädtern noch vier Akteure mit von der Partie. Torhüter Mathias Niederberger, Verteidiger Bernhard Ebner, Stürmer Manuel Strodel und Rückkehrer Ken André Olimb standen auch im März vor drei Jahren für Rot-Gelb auf dem Eis. Ebner erzielte bei der finalen 1:4-Niederlage sogar den einzigen Treffer, Olimb gab eine der beiden Vorlagen – die andere kam von Norm Milley.

Musste die Mannschaft von Cheftrainer Harold Kreis in den vergangenen Saison-Wochen doch häufig mit einer extrem kurzen Bank in die Spiele gehen, entspannt sich die Situation rechtzeitig vor den Playoffs ein wenig. Die zuletzt verletzt und erkrankt fehlenden Marco Nowak, Lukas Laub und Stefan Reiter stehen wieder zur Verfügung. Ob Patrick Köppchen wieder zum Einsatz kommen kann, entscheidet sich kurzfristig. Ohnehin bis Saisonende fallen Leon Niederberger und Johannes Huß nach ihren Schulter-OPs aus.

Foto: DEG

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