DEG gegen Krefeld und Berlin

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Düsseldorf. So schnell geht das! Kaum wurde der Puck zum ersten Saisonspiel der Düsseldorfer EG in Mannheim am 14. September eingeworfen, ist die Hauptrunde der Saison 2018/19 schon wieder (fast) vorbei. Zum eminent wichtigen „Finale“ treffen die Rot-Gelben auf die Krefeld Pinguine (Freitag, 1. März, 19.30 Uhr), danach reisen sie am Sonntag zu den Eisbären Berlin (3. März, 14 Uhr). In diesen Spielen geht es für das Team von Chefcoach Harold Kreis um die Platzierung in der Abschlusstabelle, durch die dann der erste Playoff-Gegner ermittelt wird. Zum direkten Erreichen des Viertelfinales (bis Platz 6) fehlt nur noch ein Punkt, theoretisch ist aber von den Plätzen 3 bis 7 noch alles möglich. Als Gegner für die Playoffs stehen die Augsburger Panther, die Kölner Haie, der ERC Ingolstadt und die Straubing Tigers zur „Auswahl“. Doch zunächst geht es gegen Krefeld und Berlin.

Spielen die Pinguine nun eine ordentliche oder eine enttäuschende Saison? Das müssen die vielen Anhänger der Seidenstädter selbst entscheiden. Positiv: Das Team hat sich gegenüber den Vorjahren (einmal Vorletzter, zweimal Letzter) deutlich gesteigert und konnte bis zum 49. Spieltag den Kampf um den ersten Playoff-Platz 10 offen halten. Zudem stellt man mit Jacob Berglund den torgefährlichsten Stürmer sowie mit Urgestein und Derbymonster Daniel Pietta den viertbesten Scorer der Liga. Kapitän Phillip Bruggisser ist mit 34 Punkten drittbester Verteidiger der DEL.

Aber es gibt eben auch die schwarz-gelbe Schattenseite. Und die besagt, dass man die große Playoff-Chance doch relativ leichtfertig verspielt hat. Zwischendurch war das Team des Cheftrainers und ehemaligen DEG-Stürmers Brandon Reid sogar Tabellenfünfter. Auch als späterer Zehnter hatte man zeitweise 13 (!) Zähler mehr als die Thomas Sabo Ice Tigers auf Rang 11.  Doch diese Vorteile wurden durch teilweise lange Niederlagenserien – auch mal unterbrochen von sechs Siegen am Stück – komplett verspielt. Obwohl es sportlich um nicht mehr viel geht, werden die Nachbarn dieses „kleine Derby“ voller Ehrgeiz angehen. Gilt es doch, der oft mürrisch betrachteten DEG noch die direkte Viertelfinal-Qualifikation zu verderben. Die DEG hat für dieses Spiel bereits mehr als 10.000 Karten verkauft und freut sich auf einen erneut vollen ISS DOME!

Auch die Eisbären Berlin haben sich diese Hauptrunde sicher anders vorgestellt. Nach 50 Spielen liegen sie mit 68 Punkten lediglich auf dem 9. Rang. Damit ist der siebenmalige DEL-Champion lediglich sicher für die Erste Playoff-Runde qualifiziert. Hier gilt ein Nord-Duell mit den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven als wahrscheinlich. Sollten die Hauptstädter diese Runde überstehen, treffen sie im Viertelfinale auf die Adler Mannheim oder den EHC Red Bull München. Es gibt leichtere Aufgaben im deutschen Eishockey. Topscorer ist derzeit Jamie MacQueen mit 36 Punkten (21 Tore, 15 Vorlagen). Zum Vergleich: DEG-Topscorer Philip Gogulla kann bislang auf 52 Zähler mit jeweils 26 Toren und Vorlagen zurückblicken. Eisbären-Goalie Kevin Poulin ist mit 91,36% Fangquote DEL-weit auf Rang 5. Das erste Spiel in Berlin verlor die DEG nach 2:0 noch 2:3 nach Verlängerung. Das bekannte DEG-Ergebnis in dieser Spielzeit.

Nicht viel Neues gibt es bei der DEG aus dem Lager der Verletzten und Kranken. Derzeit sind Alex Picard, Lukas Laub und Patrick Köppchen krank oder angeschlagen. John Henrion ist hingegen wohl wieder mit dabei. Für Rot-Gelb geht es in diesen beiden Spielen auch darum, die Ergebnis-Krise der vergangenen Wochen zu beenden. Seit sieben Begegnungen ist den Mannen um Kapitän Alex Barta kein glatter Dreier mehr gelungen. Das bedeutet den längsten Negativlauf in dieser Saison. Der beste Moment, diese Serie zu beenden und eine neue, bessere zu starten!

Foto: DEG

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