Cromford-Gespräch: Dieb oder Gestalter?

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Ratingen. Beim Cromford-Gespräch am Sonntag, 12. November, 11 Uhr Industriemuseum Cromford, Cromforder Allee 24, spricht Professor Uwe Fitzner über „Im Spinnennetz der Industriespionage – die Basis der industriellen Revolution auf dem Kontinent“. Der Eintritt ist frei. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung im Sekretariat des Industriemuseums Cromford, Rita Schmid, gebeten.

Professor Fitzner, Mitglied der Freunde und Förderer des Industriemuseums, greift gerade auch in und für Cromford ein „ewiges“ Thema auf: War Johann Gottfried Brügelmann ein „Dieb“ oder geschickter Gestalter eines „Technologietransfers“ aus England?

Seit dem 17. Jahrhundert entwickelte sich in Großbritannien ein Patentrechtssystem. Dieses existierte neben dem kontinentalen Privilegiensystem. In diesem Spannungsfeld entstanden neue Fabrikbauten. Das Spinnereiwesen in Großbritannien war der Ausgangspunkt für die industrielle Revolution auf dem Kontinent. Hier gelang es Johann Gottfried Brügelmann, durch ein „Spinnennetz der Spionage das patentgeschützte Wissen nach Deutschland zu bringen“ und die erste Fabrik zu gründen.

Heute sind immer wieder Klagen darüber zu hören, dass deutsche Produkte ungeachtet bestehender Schutzrechte in China nachgeahmt würden. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass dies im Deutschland früherer Jahrhunderte nicht anders war. Denn auch bei unserer industriellen Entwicklung wurden im Ausland geschützte Innovationen nachgeahmt.

 

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