AWO-Angerland: Mitgliederversammlung

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Lintorf. Gut einhundert Mitglieder hatten sich am Samstag Nachmittag im evangelischen Gemeindezentrum zur jährlichen Mitgliederversammlung eingefunden. Der Ortsvereinsvorsitzende Max Kompalik führte durch die gewohnte Tagesordnung. Seinen Jahresbericht gab er direkt nach Annahme der Tagesordnung. Knapp 20.000 Besuche konnte der AWO-Angerlandtreff im vergangenen Jahr verzeichnen. Der Treff ist von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Sprachkurse, Gedächtnistraining, kreatives Basteln, gemeinsames Frühstück oder Mittagessen sorgen für viel Abwechslung. Ein wichtiger Punkt sind natürlich auch die betreuten Mehrtagesfahrten.

Für das kommende Jahr lenkte Kompalik das Augenmerk der Teilnehmer auf die Jubiläumsfeier der AWO. Am 13. Dezember 1919 gründete die Frauenrechtlerin Marie Juchacz die Arbeiterwohlfahrt und übernahm deren Vorsitz bis 1933, als die AWO von den Nazis verboten wurde. Marie Juchacz floh vor den Nationalsozialisten. Als nach dem Krieg die AWO als partei- und konfessionsunabhängiger Sozialverband seine Arbeit wieder aufnahm, kehrte Marie Juchacz als Ehrenvorsitzende zurück. Die Jubiläumsfeier wird am 6. Juli in Solingen stattfinden. Kreis- und Ortsverband werden versuchen, genügend Mitfahrer für einen Reisebus zu bekommen.

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge musste Kompalik dann die Ehrungen langjähriger Mitglieder vornehmen. Fast alle von ihnen waren allerdings entweder gesundheitlich verhindert oder in Urlaub. Einzig seine Frau Angelika war anwesend, um die Urkunde für ihre 30-jährige Mitgliedschaft entgegen zu nehmen.

Den finanziellen Rückblick überließ Kompalik dann dem neu gewählten Kassierer Jürgen Ruhrmann. Dank guter Arbeit seiner Vorgängerin Karin Hollenberg war der Übergang aber reibungslos verlaufen und Ruhrmann fasste die wichtigsten Zahlen kurz und knapp zusammen. Der Ortsverband konnte das Jahr mit einem leichten Plus abschließen. Kassenprüferin Erika Schröder hatte bei der erforderlichen Buchprüfung keine Fehler finden können und bat die Mitglieder deshalb um Entlastung des Vorstands.

Bevor es dann an den gemütlichen Teil mit Kaffee, Kuchen und Livemusik von Hännes und Harti ging, rief Kompalik noch einmal alle Versammelten auf, doch am 26. Mai an der Europawahl teilzunehmen. „Gehen Sie zur Wahl und wählen Sie, egal welche Partei, so lange es eine demokratische ist. Das, was einige Politiker und Parteien am rechten Rand so fordern und vorhaben, hat uns schon einmal viel Leid gebracht. Das sollten Sie durch ihre Stimme für eine der demokratischen Parteien verhindern“, so Kampalik.

Mit deutschen und englischen Schlagern aus vielen Jahrzehnten sorgten Hännes und Harti dann für musikalische Unterhaltung beim gemeinsamen Kaffeetrinken. Kompalik freute sich über das ehrenamtliche Engagement der beiden Musiker. „Es wird immer schwieriger den Unterhaltungsteil zu gestalten, da sind wir froh, dass ihr wieder für uns spielen wollt,“ meinte er und dankte es ihnen zum Abschied mit je einem „Krummenweger Tropfen“.

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