Auflugstipp: Himmlischer Besuch aus dem Erzgebirge

Werbung

Dortmund. Die Ausstellung „Himmlischer Besuch aus dem Erzgebirge – Wendt & Kühn zu Gast in Dortmund“ im Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, lockt noch bis zum 1. März Besucher in die Ruhrmetropole. Der Eintritt zu der Ausstellung ist frei.

Gegründet im Jahr 1915, verzaubert die Manufaktur Wendt und Kühn bis heute kleine wie große Liebhaber mit ihren unverwechselbaren Entwürfen nach Margarete Wendt und Margarete Kühn. In der Ausstellung im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte sind die Besucher eingeladen, der wechselvollen Historie von Wendt und Kühn zwischen Volkskunst und Moderne nachzuspüren. Erzählt wird die faszinierende Geschichte zweier junger Frauen, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts selbstbestimmt ihren Weg gingen.

Von Entwürfen von Kleinmöbeln über Näh- und Rauchutensilien bis hin zu kindlichen Frühlingsfiguren – ihren schier unerschöpflichen Einfallsreichtum verdanken die beiden Margaretes ihrer Ausbildung unter den Geschwistern Kleinhempel sowie ihrem Studium an der Königlich-Sächsischen Kunstgewerbeschule Dresden unter Margarete Junge. In den musizierenden Engelchen mit elf weißen Punkten auf grünen Flügeln findet die für Wendt & Kühn so bekannte zeitlos-moderne Formensprache schließlich ihre Vollendung. Mit der ebenfalls unter Margarete Junge ausgebildeten Gestalterin Olga (Olly) Sommer wissen die jungen Unternehmerinnen ab 1920 einen weiteren Kreativgeist an ihrer Seite, auf den Sammlerstücke wie die Brokat- oder die bis heute noch so beliebten Margeritenengel zurück-gehen.

Basierend auf der zum hundertjährigen Firmenbestehen vom Museum für Sächsische Volkskunst Dresden und der Firma Wendt und Kühn konzipierten Ausstellung würdigt das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund in mehr als 200 Exponaten das kunsthandwerkliche Schaffen dreier Künstlerinnen, die weit über das Erzgebirge hinaus Erfolge feierten.

1883 wurde das Dortmunder Kunstmuseum als erstes städtisches Museum im Ruhrgebiet gegründet. Seit 1983 befindet sich das Museum im umgebauten ehemaligen Hauptgebäude der Stadtsparkasse, das 1924 als einer der ersten Stahlbetonbauten von Hugo Steinbach im Art-Déco-Stil errichtet wurde. Vom S-Bahnof Ratingen-Ost aus ist es mit öffentlichen Verkehrsmitteln in knapp 80 Minuten zu erreichen.

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Foto: Michael Baaske

Werbung