Andacht für den Frieden und die Opfer von Hanau

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Lintorf. Eine Andacht für den Frieden und für die Opfer von Hanau feierte die evangelische Kirchengemeinde am Mittwochabend. Leider fanden nur wenige Christen den Weg in die Kirche. Allerdings war die Andacht auch sehr kurzfristig angesetzt worden. Der Lintorfer hatte am Dienstag über den Termin berichtet (Evangelische Kirche: Andacht für den Frieden). Pfarrer Martin Jordan und Presbyterin Raili Volmert führten durch die Andacht.

In Anlehnung an die Stolpersteine, die an im Dritten Reich ermordete jüdische Mitbürger erinnern, symbolisierten Pflastersteine in der Kirche an die Terroropfer im hessischen Hanau. 

Pfarrer Jordan zitierte in seiner Predigt den jüdischen Talmud. Ein Mensch sei erst dann vergessen, wenn niemand mehr seinen Namen kenne, heißt es dort. Die Stolpersteine verhinderten, dass die Namen und damit die Opfer in Vergessenheit gerieten. Er wies daraufhin, dass das wichtigste Gebot im Christentum das Liebesgebot sei: Liebe deinen nächsten wie dich selbst. Würde diese Gebot immer befolgt, wäre die Welt eine friedlichere. 

Foto: privat

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