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Lintorfer wollen mehr Sicherheit

Von Redaktion erstellt am 9. März 2010 in Rubrik: Lintorf
Lintorfer wollen mehr Sicherheit

Lintorf. Rund 50 Lintorfer aus der Tiefenbroicher Siedlung informierten sich am Montagabend, 8. März, in der Manege über die Möglichkeit sich an der privaten Sicherheitsinitiative zu beteiligen. Die Initiatoren Thomas Buchmann, Detlev Czoske und Jens Thomas hatten ihre Nachbarn aus der Siedlung hinter der Bahnschranke zur zweiten Informationsveranstaltung eingeladen. Als Gesprächpartner waren da Rainer Heckermann und Manfred Becker vom gleichnamigen Objektschutzunternehmen und Karlfried Hans, der vor 16 Jahren eine ähnliche Initiative für Hösel ins Lebengerufen hatte.

Erst seit drei Wochen fahren oder gehen die Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens Heckermann in der Tiefenbroicher Siedlung in unregelmäßigen Abständen täglich mehrmals Streife. Seit dem gab es in der Siedlung keine Einbrüche mehr. „Ob dies schon ein Ergebnis unseres Sicherheitsdienstes ist oder Zufall, weiß ich nicht“, gestand Czoske.

Tiefenbroicher Siedlung

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Immerhin 55 Bewohner der Tiefenbroicher Siedlung beteiligen sich bereits an der Initiative, die nicht die Polizei ersetzen soll. „Wir sind mit der Arbeit der Polizei zufrieden“, so Czoske. Aber die könne nicht ständig und überall gleichzeitig sein. Die Streifen des Sicherheitsdienstes seien eine Ergänzung.
Karlfried Hans berichtete, dass es in Hösel im vergangen Jahr bei den beteiligten rund 500 Haushalten keine Einbrüche gegeben habe. In schlechten Jahren seien es zwei oder drei gewesen. „Ich kenne drei Fälle, bei denen Einbrecher durch den Sicherheitsdienst dingfest gemacht werden konnte“, erzählte er den gespannt zuhörenden Lintorfern.

Die Interessierten fragten gezielt nach, ob zum Beispiel auch kleine Fußwege zwischen den Gärten der Häuser begangen würden oder die Gartenseite der Kalkstraße, die an den Wald grenzt. Heckermann sicherte zu, beide Fälle zu prüfen und wenn möglich, in den Streifenplan aufzunehmen. Ein Teilnehmer berichtete, dass er nachts um fünf Uhr vom Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes geweckt wurde. Die Tür des Autos war nicht richtig geschlossen. „Es war aber nicht eingebrochen worden, wir hatten die Tür abends nicht richtig zugemacht.“
Ein anderer wollte wissen, was passiert, wenn das Haus von einer Mauer umgeben, also nicht einsehbar ist.  Der Chef des Sicherheitsdienstes: „Grundstücke betreten wir nicht. Es sei denn, Sie vereinbaren das gesondert mit uns.“
Auf die Frage, ob mit mehr Einbrüchen zu rechnen sei, wenn die Brücke über die Eisenbahn fertig sei, antwortete der Fachmann mit einem trockenen „ja“.
Die Initiatoren hoffen, dass sich mit der Zeit wenigstens rund 20 Prozent der etwa 600 Haushalte in der Tiefenbroicher Siedlung beteiligen. Die Kosten liegen bei 30 Euro netto monatlich.

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