Artikel drucken Artikel drucken

Handball: Tiefenbroich bleibt im Tabellenkeller

Von Redaktion erstellt am 7. Februar 2010 in Rubrik: Sport
Handball: Tiefenbroich bleibt im Tabellenkeller

Tiefenbroich. Am Samstag, 6. Februar, kam es in Unterrath zum ewig jungen Nachbarschaftsduell zwischen den Handballern der SG Unterrath (SGU) und des TV Tiefenbroich (TVT). Sofort mit dem Anpfiff machten die Unterrather Druck und zogen auf 5:0 davon. Ein erneutes Debakel deutete sich für die Tiefenbroicher an. Mit einem Endstand von 31:21 fiel das Ergebnis nicht ganz so deutlich aus, wie zeitweise befürchtet. Der Erhalt der Liga aber rückt nach dieser Leistung für den TVT in weite Ferne.

Nach der Anfangsoffensive der Unterrather befreite sich der TVT etwas und verkürzte bis zur 15. Minute auf 7:6. Die Mannschaft, die wegen der Personalnot erneut mit Torwart Marc Känzler als Feldspieler auflaufen musste, ließ die Zuschauer zu dieser Zeit noch auf einen offenen Schlagabtausch hoffen. Rückhalt in dieser Phase war Michael Stier, der nach längerem Auslandsaufenthalt wieder in den Kader zurückgekehrt ist. Stier ist der typisch positiv verrückte Handballtorwart, der angstfrei den Angreifern entgegenspringt, dadurch das Tor klein macht und so eine tolle Quote erreicht. Er hielt Siebenmeter, stoppte Tempogegenstöße der Unterrather und warf sich dem Kreisläufer entgegen. Aber auch er konnte nicht alle Fehler seiner schwachen Abwehr ausbügeln.

Die Unterrather, die in der letzten Saison noch Landesliga spielten, zeigten die reifere Spielanlage. Sie spielen einen einfachen, aber technisch ausgereiften Handball. Schnelle, hart geworfene Pässe, sichere Fangtechnik beim Mitspieler, abgesprochene Laufwege und ein gutes Auge für die Spielsituation, diese Zutaten reichen der Mannschaft, die ohne Auswechselspieler angetreten war, um erfolgreich zu sein.

Ganz anders der TVT, der mit Benjamin Abs seinen durch eine Meniskusverletzung lange ausgefallenen Spielmacher wieder aufbieten konnte. Aber auch er konnte nach seiner langen Pause dem Spiel noch nicht die entscheidenden Ideen und Impulse geben. Christian Benz, in den letzten Wochen bester TVT Spieler, saß wegen einer Knieverletzung aus dem Spiel gegen Angermund nur auf der Tribüne und machte sich beim Halbzeitstand von 15:9 große Sorgen um seine Kollegen. Zurecht bemängelte er die schwachen Anspiele, die haarsträubende Fehlerquote und das ideenlose Anrennen an den gegnerischen Kreis. Bodenpässe machen das Spiel langsam und laden den Gegner ein, Bälle abzufangen.

In der zweiten Halbzeit wechselte Thomas Kluth von der für ihn ungewohnten Position des Halbrechten auf seine angestammte Position im linken Rückraum. Hier kam er deutlich besser ins Spiel und avancierte mit acht Treffern zum besten Torschützen des TVT. Doch das Spiel war zu diesem Zeitpunkt längst verloren. Der TVT bleibt mit nur vier Punkten zusammen mit Zons/Hackenbroich am Tabellenende der Bezirksliga.

Das oftmals hochbrisante Nachbarschaftsduell verlief wegen der Überlegenheit der SGU zum Leidwesen der angereisten TVT-Zuschauer in diesem Jahr einseitig. Mit der sportlich fair geführten Partie hatten die fehlerfrei und souverän leitenden Schiedsrichter zu keiner Zeit Probleme.

Anzeige

Anzeige

Leserbrief schreiben