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Gregorianische Musik in Werden
Werden. „!SING“ ist mehr als der „Day of Song“. Den Auftakt des Kulturhauptstadt-Projektes bilden in der ersten Februarwoche eine Ausstellung in der Domschatzkammer Essen und ein Konzert in der Basilika St. Ludgerus in Essen-Werden.
Die Ausstellung präsentiert ab Mittwoch, 3. Februar, in der Domschatzkammer, Burgplatz 2, erstmals öffentlich das älteste Zeugnis zur Entstehung der Mehrstimmigkeit im Abendland, die „musica et scholica enchiriadis“. Die Handschrift lässt erkennen, wie sich dem bis dahin einstimmig gesungenen Choral eine weitere Stimme zugesellen kann. Die Handschrift wurde niedergeschrieben im Jahr 900 im Kloster Werden. Die Ausstellung dauert bis zum 30. Juni. Der Eintritt kostet vier Euro, ermäßigt zwei Euro.
Beim „!SING“-Projekt Musica Enchiriadis zeigt sich daher eindrucksvoll, wie tief die kulturellen Wurzeln des Ruhrgebietes reichen und wie stark die Prägungen waren, die einst von hier ausgingen.
Das Konzert am Samstag, 6. Februar, 20 Uhr findet in der Basilika St. Ludgerus in Werden, Brückstraße 77, statt. Als eines der letzten Monumente romanischer Baukunst im Rheinland ist die kreuzförmige, dreischiffige Emporenbasilika auch ein historisches Dokument. Zur Aufführung kommen die Musica enchiriadis und liturgische Musik des Klosters Werden. Wo anders klänge gregorianischer Gesang authentischer? Der Eintritt beträgt zehn Euro, ermäßigt sieben Euro.
Eintrittskarten sind erhältlich im Folkwang Shop, Telefon 0201/4903231 und 01805/152010 oder im Internet der RUHR.2010.
Foto: Die Handschrift „musica et scholica enchiriadis“ entstand im Jahr 900 im Kloster Werden (ruhr.2010)
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