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Waterloo für TV Tiefenbroich bei HSG Gerresheim
Tiefenbroich. Die schlechteste Saisonleistung des TV Tiefenbroich (TVT) bescherte dem Verein an der Gräulinger Straße in Gerresheim mit einem 42:20-Endstand die bisher höchste Saisonniederlage. Die stark ersatzgeschwächte Mannschaft von Trainer Thomas Splittstößer zeigte in keiner Phase des Spiels Bezirksliganiveau und in der momentanen Verfassung droht dem Verein ausgerechnet im Jubiläumsjahr der Abstieg.
Bis zur 12. Minute sah die Begegnung noch nach einem Match auf Augenhöhe aus. Beim Spielstand von 8:5 bekam der beste Tiefenbroicher, Christian Benz, von sehr kleinlich pfeifenden Schiedsrichtern seine erste Zwei-Minuten-Strafe. Das Überzahlspiel nutzen die Gerresheimer (HSG), um den Vorsprung auf sechs Tore auszubauen.
In der Folgezeit wollte der TVT mit der in den letzten Spielen gut funktionierenden „Schnellen Mitte“ das Spiel nochmals wenden, aber durch zu späte Anpfiffe der Schiedsrichter kam der TVT über diese Spielweise nicht zum Erfolg. In der 20. Minute versuchte Splittstößer bei einem Spielstand von 14:7 noch einmal mit einer Auszeit seine Mannschaft neu einzustellen. Doch die mit vier A-Jugendlichen ergänzte Mannschaft hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits selber aufgegeben. Mit 21:9 ging es in die Halbzeitpause.
Aber auch in der zweiten Halbzeit gab es keine Gegenwehr der Cracks des TVT. Die Leistungsträger, insbesondere Simon Preuß auf Rechtsaußen, hatten einen rabenschwarzen Tag erwischt. An einem normalen Tag hätte der routinierte Linkshänder, der mit 27 Feldtoren der Topscorer der Mannschaft ist, mit seinen Treffern ein solches Spiel offen halten können, an diesem Samstag aber sehnte auch er nur noch den Schlusspfiff herbei.
Einzig der unermüdlich kämpfende Benz war es, der seine Mitspieler immer wieder motivierte und die Niederlage in erträgliche Grenzen halten wollte. Aber auch er musste als Abwehrchef nach der zweiten Zeitstrafe vorsichtiger agieren. Denn bei einer Spielstrafe gegen ihn hätte es auf der Bank keinen Ersatz gegeben. Und so wurden die letzten zehn Minuten des Spiels zu einem Schaulaufen der HSG, die sich in einen wahren Rausch spielte. Schade, dass die zahlreichen Gerresheimer Zuschauer mit sehr unsportlichen Rufen Richtung Tiefenbroicher Spieler nicht dem Anspruch der sehr fair verlaufenden Partie und dem sympathischen Auftreten der Gerresheimer Spieler gerecht wurden.
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