150 Jahren Postkartengrüße

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Berlin. Vor ihrer Einführung am 1. Oktober 1869 noch als „unanständige Form der Mitteilung auf offenem Postblatt“ kritisiert, traf die Postkarte den Nerv der Zeit: Sie erfüllte ein Bedürfnis nach vereinfachtem und raschem Informationsaustausch. Damals wie heute veranschaulichen die Bildmotive die Mitteilung, ergänzen sie, schmücken sie aus oder ersetzen diese sogar.

Zum 150. Jubiläum beleuchtet die Kabinettausstellung „Mehr als Worte. 150 Jahre Postkartengrüße“ vom 21. August 2019 bis 5. Januar 2020 die Geschichte von Entstehung, Entwicklung und Vielfalt eines Mediums als Spiegel der Gesellschaft. Mehr als 500 Postkarten spannen den Bogen von den Vorläufern und der Hochzeit der Postkarte im Kaiserreich über Feldpostkarten, Kunstpostkarten, Propagandakarten, Postkarten in Ost und West bis zur digitalen Postkarte und Postcrossing.

Welche Bedeutung die Postkarte in Zeiten von WhatsApp und Co. noch hat, zeigen Interviews mit Berliner Passanten. Im Mittelpunkt stehen außerdem die Praktik des Sammelns sowie ganz besondere Stücke aus der Sammlung der Museumsstiftung Post- und Telekommunikation. Diese besitzt mit über 200.000 Exemplaren eine der größten Postkartensammlungen Deutschlands.

Die Ausstellung ist zu sehen im Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Straße 16.

Mehr Information auf der Museumsinternetseite

Foto: Museum für Kommunikation Berlin

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